Donnerstag, 13. August 2015

Preisliste der Campingplätze in Island 2015 - Die schönsten Campingplätze entlang der Ringstraße

Auf meinem vierwöchigen Trip Rund um Islands Ringstraße habe ich jede Nacht auf einem Campingplatz verbracht. Camping ist wohl das einzige, was in Island günstiger ist als in Deutschland, doch die Campingplätze sind sehr unterschiedlich ausgerüstet. Darum habe ich einmal eine Auflistung vorgenommen, die den Preis und die Ausstattung einiger Campingplätze (derer die ich besucht habe) entlang der Ringstraße mit ein paar kleinen Abstechern darstellt. Die Preise aus meiner "Preisliste der Campingplätze in Island 2015" gelten jeweils für eine Person mit einem Zelt für eine Nacht und gelten für 2015.

Reykjavik - 1700 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist absolut luxuriös ausgerüstet. Es gibt Kochgelegenheiten, einen warmen Aufenthaltsraum, warme Duschen sind im preis inkludiert genauso wie Wifi. Dafür ist der Campingplatz sehr Groß und meistens voll. Er ist einen längeren Fußmarsch vom Zentrum entfernt, aber auch gut mit dem Bus erreichbar.

Hveragerthi - 1100 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist gut ausgerüstet (Kochecke, Trockenraum, warme Dusche inklusive) hat aber aber kein Wifi, auch nicht bei der Touristeninformation im Ort. Die Betreiber sind sehr nett und die Stadt auch durchaus interessant!

Vik - 1400 ISK/Nacht

Keine Kochecke, aber eine warme Dusche (allerdings nicht im Preis inbegriffen), Wifi kostet 300 ISK, auch bei der Touristeninformation im Ort. Dafür hat er gewisse Ähnlichkeiten mit dem Auenland. Der Campingplatz liegt in attraktiver Nähe zum schwarzen Strand.

Skaftafell - 1500 ISK/Nacht

Der Campingpalatz bietet keine Kochecke, aber normalerweise warme Duschen (als ich da war leider gerade im Umbau) und Wifi. Allerdings ist es nicht erlaubt seinen Akku zu laden.
Ansonsten ist der Campingplatz recht groß und gut besucht, da er ein toller Ausgangspunkt für kleine Wanderungen zum Svartifoss oder zum Gletscher ist.

Höfn 1500 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist gut ausgerüstet. Es gibt Koch-Möglichkeiten und (wenn man bereit ist zu zahlen) auch Waschmaschinen, warme Duschen und Wifi. Für 200 ISK kann man auch sein Handy an der Rezeption laden, aber es gibt auch in der Küche freie Steckdosen. In der Touristeninformation gibt es auch kostenloses Wifi und die Stadt beherbergt auch einen Netto, in den man zu (für Island) moderaten Preisen einkaufen gehen kann.

Breidalsvik 1000 ISK/Nacht (ab der 2. Nurnoch 750)

Die Ausrüstung ist dem Preis entsprechend eher spartanisch. Es gibt keine Duschen und Kochmöglichkeiten, dafür aber kostenloses Wifi vom Hotel nebenan. Die zwei Badezimmer sind gut beheizt und für den kleinen Campingplatz auch völlig ausreichend. In der unweiten Touristeninformation kann man auch Lebensmittel kaufen, ansonsten gibt es kein Geschäft in der Nähe.

Seydisfjördur 1350 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist auf die Donnerstags anströmenden Massen von der Fähre, die in Seydisfjördur ankommt vorbereitet. Er ist mit einem kleinen Herd und einem Aufenthaltsraum ausgestattet, in dem man kostenfrei das Wifi nutzen kann. Wer bereit ist ein paar Kronen hinzublättern kann auch die warme Dusche, die Waschmaschine und den Trockner benutzen. Ansonsten kann man auch die Schwimmhalle der Stadt für 500 ISK besuchen. Unweit des Campingplatzes gibt es auch einen kleinen Supermarkt, dessen Preise absolut annehmbar sind.

Egilsstadir 1400 ISK/Nacht

Der nett eingerichtete Campingplatz hat zwar keine Kochgelegenheiten, aber dafür kostenlos nutzbare Duschen, kostenpflichtige Waschmaschienen und Wäschetrockner, sowie einen Aufenthaltsraum der bis 23:00 geöffnet ist. Er liegt sehr nah am Bonus von Egilsstadir und noch Näher am Netto.

Skjöldolfstadir 1000 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist recht spartanisch eingerichtet. Es gibt keine Kochmöglichkeiten und auch keinen warmen Aufenthaltsraum. Dafür gibt es einen Hotspot den man kostenlos besuchen kann und da gibt es auch Duschen. Als Aufenthaltsraum wird eine art Tipi geboten, in dessen Mitte ein Lagerfeuer-Platz ist. Dort darf man ein Feuer machen, wenn man es hinkriegt. Ausserdem gibt es bei der Rezeption im dazugehörigen Hotel auch Wifi. Das ist eigentlich auch das einzige Gebäude, das es in Skjöldolfstadir gibt.

Myvatn ( direkt am See) 1500 ISK/Nacht

Der Campingplatz direkt am See ist sehr schön gelegen, bietet Duschen und ein Kochzelt. Er ist unweit von einem Supermarkt, bei dem sich auch eine Touristeninformation befindet. Die Badezimmer sind hier nicht geschlechtergetrennt.

Husavik 1200 ISK/ Nacht (jede weitere 1000 ISK)

Der Campingplatz ist gut ausgerüstet und hat sowohl eine kleine Küche als auch kostenfreie Duschen. Er ist unweit von einem verhältnismäßig günstigen Supermarkt und dem Hafen, von dem die Whalewaching-Boote starten entfernt. Es gibt auf dem Campingplatz und auch in der Touristeninformation Wifi. 

Myvatn (am Flugplatz) 1500 ISK/ Nacht

Der Platz ist ähnlich ausgerüstet wie der am See, nur dass das Kochzelt einen stabileren Eindruck macht. Ausserdem hat er auch Wifi und Trockenschränke.

Godafoss 1000 ISK/ Nacht

Der Platz bietet eine kostenlose Dusche und Wifi, keine Kochgelegenheiten und keinen Aufenthaltsraum. Er liegt 500 Meter vom Godafoss entfernt und hat auch ein paar windschattige Plätzchen.

Akureyri 1300 ISK/Nach (Rabatt bei mehreren Nächten)

Der zentral gelegene Zeltplatz bietet kein Wifi und keine Kochgelegenheiten, aber eine überdachte "Küche". Die Dusche darf für 300 ISK benutzt werden, gegenüber vom Campingplatz befindet sich allerdings die öffentliche Schwimmhalle (sehr zu empfehlen), deren Eintritt 600 ISK beträgt. 

Laugabakki 1000 ISK/ Nacht

Hot Pool und warme Dusche sind inklusive, dafür aber kein Wifi und keine Kochecke.

generell lässt sich sagen, dass es sehr viele Campingplätze in Island gibt und sich das Land somit gut für einen Mein-Zelt-Und-Ich-Urlaub eignet, wenn man mal von einigen Witterungsbedingungen im Sommer 2015 absieht. Ausserdem lernt man auf den Campingplätzen unglaublich viele Gleichgesinnte kennen. 


Montag, 10. August 2015

Lebenserhaltungssatz eines Backpackers in Island - Ein paar finanzielle Darstellungen meiner vierwöchigen Islandreise

"Island... ja da wollte ich auch mal hin. Aber das ist ja sooo teuer"
Das hab ich mir in letzter Zeit viel zu oft anhören müssen, wenn ich jemand von meinem vierwöchigen Island-Trip erzählt habe. So oft, dass es nun Zeit für einen Gegenbeweis ist. Ich möchte garnicht abstreiten, dass Island etwas teurer ist als Deutschland, aber es ist bei weitem nicht unbezahlbar, wenn man sich nur darauf einlässt seine Lebensstandarts ein bisschen zurück zu schrauben. Ich bin in 4 Wochen mit dem Zelt um die Ringstraße gereist und habe dabei alle, wirklich alle Ausgaben notiert, um nun ein paar Rechnungen aufzustellen. Ich habe meine Ausgaben etwas kategorisiert, aber ich hoffe meine Folgende Darstelluing ist selbsterklärend.








Insgesamt
Durchschnittlich/ pro Tag
(Ich rechne mit 27 Tagen, da ich den 28. nur am Flughafen verbracht hab)
Übernachtung:
29550 ISK/ 201,02 EUR
1094 ISK/ 7,45 EUR
Nahrungsmittel:
10186 ISK/ 69,29 EUR
377 ISK/ 2,57 EUR
Transportmittel (inkl. Hin-und Rück-flug):
58506 ISK/ 398 EUR
2166 ISK/ 14,74 EUR
Postkarten/Souveniers/ Mitbringsel:
10876 ISK/ 73,99 EUR
403 ISK/ 2,74 EUR
Eintritt (Schwimmbad, Museen, etc):
1700 ISK/ 11,56 EUR
63 ISK/ 0,43 EUR
Sonstiges (Kreditkartengebühr etc) :
1170 ISK/ 7,96 EUR
43 ISK/ 0.29 EUR
Insgesamt (mit Flug):
111988 ISK/ 761,82 EUR
4147 ISK/ 28,22 EUR
Insgesamt (ohne Flug):
53485 ISK/ 363,84 EUR
1960,92 ISK/13,48 EUR






Somit hatte ich also in Island einen Lebenserhaltungssatz (Inkl. Souveniers und so weiter) von 13,48 Euro. Und ich habe jede Nacht auf einem Campingplatz geschlafen (weil ich es einfach komfortabler fand als wild zu campen) und mir auch hin und wieder etwas gegönnt, das gehört für mich zum Urlaub dazu, wer das nicht braucht kann die Kosten nochmals minimieren.

Und damit das hier keine "trockene" mathematische Darstellung ist kommen jetzt noch ein paar Fotos, die ich auf meinem Trip gemacht habe.































Dienstag, 4. August 2015

Die Akureyri-Checkliste: 8 Things to do in Akureyri

Akureyri ist neben Reykjavik die einzige ¨große¨ Stadt in Island und kann sich guten Gewissens die Hauptstadt des Nordens nennen, denn sie beherbergt eine Universtät, eine Kunsthochschule und eine Musikhochschule! Ausserdem findet man in Akureyri sogar zwei Bonuse und einen Netto und eine auswahl an Cafés und Kneipen, sowie Clubs. Besonders berühmt und empfohlen ist das Backpackers-Hostel direkt in der Fußgängerzone. Dort kann man sich für ein paar Nächte einmieten und die Stadt erkunden. Hier ein paar Ideen dafür:

1. Die Schwimmhalle besuchen: Akureyris Schwimmbad kann sich wirklich sehen lassen. Für 600 ISK Eintritt bekommt man mehrere Becken und Hotpots in verschiedenen Temperaturen, eine Dampfsauna und sogar zwei Wasserrutschen geboten. Das Schwimmbad kann sich durchaus mit dem Schwimmad in Reykjavik messen. Es befindet sich direkt gegenüber vom Campingplatz, zu dem man gelangt, wenn man von der Innenstadt aus, an der Kirche vorbei, den ¨Berg¨ erklimmt.

2. Im botanischen Garten spazieren gehen: Der botanische Garten Akureyris kostet keinen Eintritt und ist überraschend groß und vielfältig. Es heisst, dort seien alle Pflanzen Islands zu finden. Vor allem bei schönem Wetter lohnt sich ein Besuch definitiv, denn zwischen den ungewohnt hohen Bäumen herrscht eine idyllische Stimmung.

3. Ein Kirchentreppen-Wettrennen machen: Das Kirchentreppen-Wettrennen scheint eine Art anerkannter Sport in Akureyri zu sein, denn beim alljährlichen Festival am ersten Augustwochenende findet darin ein richtiger Wettbewerb statt, der vor allem von Kindern und kostümierten Erwachsenen ausgetragen wird.

4. Einen regnerischen Nachmittag im Buchantiquariat verbringen: Spaziert man vom Kirchentreppen-Wettrennen zurück in die Innenstadt, kommt man unmittelbar an dem gemütlichen Second-Hand-Buchgeschäft vorbei. Neben Isländischer Literatur bietet es auch einige englischsprachige Bücher an und läd zum Verweilen und Stöbern ein.

5. Versuchen sich in der Innenstadt zu verlaufen: Im großen und ganzen besteht die Innenstadt aus einer einzigen Straße, die vom Fuße der Kirchentreppen über einen Fußgängerzone zu einem runden Platz führt.

6. Einen Preisvergleich zwischen dem Netto und den zwei Bonusen starten: Große (günstigere) Supermärkte sind in Island nicht so leicht zu finden, desshalb sollte man die Chance nutzen und seine Vorräte auffüllen, sobald man einen Bonus gefunden hat.

7. Sich in die Fußgängerzone setzen und Leute beobachten: Akureyri ist durchaus eine Künstler-und-Studenten-Stadt, dementsprechend kann man auch mit etwas Geschick ein paar Künstler und Studenten in ihrem gewohnten Umfeld beobachten. Am gemütlichsten macht sich das von einem der Cafés aus, die die Fußgängerzone säumen.

8. Mit dem öffentlichen Bus fahren: Akureyri lässt sich durchaus zu Fuß erkunden, doch es gibt auch einen öffentlichen Bus. Das besondere daran? Er ist kostenlos. Vor allem wer in den Randbezirken untergebracht ist, kann sich damit etwas Fußweg sparen, wenn er denn möchte.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Reykjahild/Myvatn

Ein Gebiet, das mir wohl am wärmsten und häufigsten empfohlen wurde. Bei gutem Wetter hält es auch was es verspricht: viel zu Entdecken. Neben mehreren Geothermalen Gebieten befinden sich auch in moderater Nähe zur ¨Stadt¨ Reykjahild, die mehrere Campingplätze beherbergt,ein paar erloschene Vulkane und Kraterseen, sowie eine Grotte, in der sich warmes Wasser befindet (ein paar Grad zu warm um darin zu baden).

Die Touristeninformation (direkt bei der Bank, dem Supermarkt und der Tankstelle) ist gut ausgestattet und bietet Karten, auf denen ein paar kleine Wanderwege eingezeichnet sind. Einer davon (und meine erste Wahl) ist der Weg von Reykjahild (start unmittelbar neben der Touri-Info) über die Grotte zum Hverfjall. Das abwechslungsreiche Gelände ist gut begehbar und lässt keine Langeweile aufkommen.

Ansonsten bietet das Gebiet auch eine große Ansiedlung von Vögeln, die auch durchaus fotogen sind, und ein Pendant zur blauen Lagune: das Nature-Bath (genauso touristisch, aber nur halb so teuer).
Fazit: auf jeden Fall einen Besuch wert, glücklich kann sich der jenige schätzen, der die Flexibelität eines Autos besitzt.

Dienstag, 28. Juli 2015

Husavik Candy-Festival

Das Hafenstädtchen, das sonst eher für das große Whalewatching-Angebot bekannt ist macht am 25. Juli mit einem Hafenfest auf sich aufmerksam. Schon beim hineinfahren in die Stadt merkt man, dass irgendetwas anders ist. Straßenlaternen, Zäune und Sträucher sind bunt geschmückt und Nachmittags beginnt der familienfreundliche Teil der Veranstaltung. Wie der Name schon vermuten lässt gibt es im Hafen unzählige Buden mit Süßigkeiten (ungefähr 5), ein paar Rummel-Geräte und gegen Abend beginnen einheimische Bands auf einer Bühne die aus einem LKW besteht aufzuspielen.

Ein provisorisches Line-Up kündigte etwas an, das nach einer kostümierten Skyr-Schlacht klingt, leider ist diese Veranstaltung nicht auffindbar, das wäre aber nicht verwunderlich, beruhigt mich die Mitarbeiterin der Touristeninformation, denn das mit den Zeiten sei hier nicht so streng.

Die Nacht hält Einzug in das kleine Wal-Städtchen, doch das Fest geht jetzt erst richtig los. Die Kneipen, die den kleinen Hafen säumen, füllen sich, Jugentliche reichen heimlich erworbenen Alkohol im Kreis herum, die ersten betrunkenen stolpern über die Straße und die Musik zieht von der Bühne an den Straßenrand. Isländischer Hiphop und ein Beatboxer ertönen, ein paar Meter weiter eine Kneipe in der live aufgespielt und wild getanzt wird.

Das Merkwürdige Gerät, auf dem kreischende Kinder vertikal durchgeschüttelt wurden füllt sich nun mit angetrunkenden, noch lauter kreischenden Jugendlichen. Seit meiner Ankunft in Island habe ich nicht so viele Menschen auf einem Haufen gesehen. Als ich im Vorfeld eine junge Isländerin die sich bestimmt 90 min, lang schminkte danach Fragte, was denn so in Husavik los sei meinte sie zu mir: Da sind viele Menschen im Hafen. Das scheint in Island wohl ein schminkenswertes Ereignis zu sein.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Egilsstadir

Nich ganz so fotogen wie Seydisfjördur, aber dennoch anschaulich ist  Egilsstadir. Egilsstadir ist die  größte statt im Osten Islands und beherbergt auch dessen einzigen Bonus (günstigster Supermarkt). Als Kreuzung zwischen der aus Seydisfjördur komenden 93 und der Ringstraße (1) muss eigentlich jeder von der Fähre kommende und jeder Ring-Straßen-Bereisende dieses Städtchen besuchen.

Doch Egilsstadir bietet mehr als (für isländische Verhältnisse) günstige Einkaufsmöglichkeiten. Ein paar Museen und viele Aussichtspunkte begegnen einem auf einem kleinen Rundspaziergang. Wer sich Richtung Lagarfljot wagen möchte,sollte jedoch Acht geben, denn darin schwimmt der Legende nach ein großes Seeungeheuer umher.

Neben den Supermärkten bietet Egilssstadir aber auch einige Modegeschäfte und auch wer Teile seiner Treckingausrüstung austauschen, oder Reparieren möchte wird fündig. Ausserdem ist Egilsstadir Ausgangspunkt für ein paar vielversperechende Tagestouren und beherergt auch einige kulturelle Veranstaltungen  (Musikfestivals, historische Festspiele und und und...)

Egilsstadir ist also nicht nur ein praktischer Zwischenhalt zum Vorrätet auffüllen, sondern vielleicht auch einen Nachmittag der Besichtigung wert.

Dienstag, 21. Juli 2015

Seythisfjörthur/ Seydisfjördur

Ein pitoresk-verträumtes Fischerdörfchen in einem Fjord im Nordosten Islands, gefüllt mit Visual-Art-Ausstelllungen und Skulpturen, erweckt mit seinen bunten Häusschen den Anschein einer idyllischen Welt. Bis am Donnerstag die ¨Norröna¨ anlegt. Die Fähre bringt allwöchentlich neue Touristen nach Island, die dann das kleine, verträumte Fischerdörfchen überfüllen. Die meisten fahren gleich über den Berg nach Egilstadir weiter, einige bleiben auf dem gut ausgerüsteten Campingplatz, oder in einem Hostel.

Doch auch ohne Fährfahrt ist das Örtchen einen Besuch mehr als wert. Schon der Weg von Egilsstadir aus ist mehr als beeindruckend und führt durch eine fotogene, aber hin und wieder bewölkte Schneelandschaft. Das Städchen bietet dann einen angenehmen, unaufdringlichen Mix aus Natur und Kultur, ist Ausgangspunkt für ein paar kleine Wanderungen und beherbergt  wie schon erwähnt viele Skulpturen, unter anderem eine in Form einer Telefonzellle, die man unter der Nummer 00354 566 1906 sogar anrufen kann.

Unweit davon befindet sich die kleine, blaue Kirche, in der allwöchentlich am Mittwoch im Sommer Konzerte statt finden. Sie vervollständigt neben ein paar bunten Holzhäusschen das ruhige, friedliche Idyll, bis sich das Stadtchen zum Lunga-Festival im Juli zu füllen beginnt. Laut einer Reisebekanntschaft findet man selten so viele Hipster auf einem Haufen. Das Kunstfestival wird nach isländischer Manier zelebriert.  Ein paar Tage später kehrt der friedvolle Alltag wieder zurück nach Seydisfjördur.