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Sonntag, 25. Oktober 2015

Von Pferdemännern und Gangsalat - Kurzporträt einer besonderen Pferderasse

Island fasziniert. Jeden. Dieses Land im Nordmeer bietet unzählige Besonderheiten – und doch darf eine ganz sicher nicht vernachlässigt werden: das Islandpferd.


Ich möchte ganz kühn behaupten, dass ohne diese Pferde, die von den ersten Siedlern zur Landnahmezeit nach Island gebracht wurden, eine längerfristige Besiedlung Islands unmöglich gewesen wäre. Klein, aber zäh und unglaublich stark und ausdauernd sind sie, können erwachsene Männer und schwere Lasten über tagelange Strecken tragen, Wasserläufe und breite Ströme überwinden und auch im tiefsten Schneetreiben den sicheren Weg nach Hause finden. Für den Menschen waren sie eine unverzichtbare Hilfe, und sie sind es noch heute, beispielsweise beim allherbstlichen Schafabtrieb aus dem Hochland. Daher kommt wohl auch das besondere Verhältnis, das die Isländer seit jeher zu ihren Pferden haben – man begegnet sich auf „einer Augenhöhe“, Pferde sind Persönlichkeiten, Freunde, nicht selten Lebensretter. Und irgendwie passt es dann total ins Bild, dass Reiter in Island nicht Reiter genannt werden. Man sagt „hestamaður“, übersetzt „Pferdemensch“.- Die Pferde wachsen in Island größtenteils wild auf, sind so von der Rauheit der Natur geprägt, selbstständig, trittsicher, unermüdlich. Im Winter graben sie im Schnee nach Futter, einen Unterstand oder gar Stall brauchen sie nicht – Felsen als Windschutz reichen zum Überleben... Auch die Fohlen kommen im Freien zur Welt, spielen und rennen über arktische Buckelwiesen und Geröllfelder - eine besondere, für das Islandpferd typische Ausstrahlung ist das Resultat. Eine Ursprünglichkeit, fast Wildheit, die gepaart ist mit Charakterstärke, Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein – und den einzigartigen Gangarten, die nicht nur elegant aussehen, sondern auch sehr bequem sind. Denn die Islandpferde verfügen über fünf Gangarten (nicht drei, wie ein „normales“ Pferd!) die berühmteste davon ist der Tölt. Bis ins hohe Tempo für den Reiter fast erschütterungsfrei...so zaubert diese Gangart beinahe jedem, der es erlebt, ein Strahlen ins Gesicht! 



Die Islandpferde sind ein Teil von Island und der isländischen Kultur – aber durch ihre faszinierenden Eigenschaften haben sie in den letzten Jahren weite Teile des Kontinents erobert, sogar in Amerika und Australien gibt es inziwschen Isländer! Ob als Freizeit-, Familien, Sport-, Spaß- oder Zuchtpferd, das Islandpferd ist fast überall auf der Welt bekannt und beliebt. Sogar eine Weltmeisterschaft für Islandpferde gibt es...

Gastartikel von Irina (bei Interesse könnt ihr gern bei mir vorbeischauen www.onthewaytofindanewhorizon.wordpress.com )

Mittwoch, 19. August 2015

Das Island-ABC - 26 Tipps für Island

Wenn man ein Land wie Island 1 Monat lang betrampt, bekommt man viele Hinweise und Tipps von Locals, oder anderen Urlaubern. Diese Tipps für Island möchte ich gerne weitergeben. Ich würde mich freuen, wenn ich dem einen oder anderen damit behilflich sein kann. Also, los gehts:

 A wie Alkohol, der ist ja bekanntermaßen auf Island sehr teuer. Die einzige günstige Art "Alkohol" zu kaufen ist, auf das Light-Bier in den Supermärkten zurück zu greifen. Dieses hat ca 2,5 Prozent und ist somit das einzige Gesöff, dass man außerhalb der Vinbudin kaufen kann.

 B wie Bonus, die günstigste Supermarkt-Kette Islands und außerdem sehr gut ausgerüstet. Allerdings gibt es nicht so viele Bonuse (Bonüsse? Boni?), vor allem im Osten und Norden der Insel, deshalb lohnt es sich mal einen Blick auf die Bonus-Landkarte zu werfen, die in den kostenlosen Reiseführern vor Ort (Rund um Islands) zu finden ist, bevor man seinen Trip plant.

 C wie Camping, wohl das einzige was in Island günstiger als in Deutschland ist. Es gibt wirklich viele Campingplätze und die meisten sind auch sehr gut ausgerüstet. Eine Liste (mit Preisen) von den Campingplätzen die ich besucht habe findest du hier.
 D wie deutsche Touristen, von denen man ja sagt sie seien überall zu finden. Das stimmt auch, nur verhalten sie sich nicht sonderlich auffällig und tarnen sich gut. Man sagt, die meisten Radfahrer auf Island seien Deutsche...
 E wie Elfen, denn es heißt ja, das die Isländer an Elfen glauben. Tatsächlich behauptet kaum ein Isländer von deren Existenz überzeugt zu sein, jedoch möchte auch keiner ihr Dasein ausschließen. Deshalb wurden vorsichtshalber einige Straßen nicht asphaltiert, da sie durch eine Elfenkolonie führen.



 F wie Fähre: Die Fähre Norröna kommt alldonnerstaglich im pittoresken Hafenstädtchen Seydisfjördur an und bringt Massen an Urlaubern über die Faröer Inseln nach Island. Hier gehts zu meinem Artikel über besagtes Städtchen.

 G wie Geld, welches in Island lieber in Kartenform verwendet wird. Man kann dort wirklich alles mit seiner Kreditkarte zahlen, sogar das Klo, oder Pommesbuden. In Island zahlt man mit isländischen Kronen (2015 1€ etwa 147 ISK).
 H wie Hottub: Jedes noch so Kleine Dorf hat ein Schwimmbad und wirklich jedes Schwimmbad hat einen Hotpot/Hottub. Wer möchte kann in Island also 3 mal am Tag in einen Hotpot/Hottub hüpfen. Bei einigen Campingplätzen ist der Hotpot sogar im Preis inkludiert.
 I wie Import, mit dem man in Island recht sensibel umgeht. Aktuelle Informationen findest du hier, auf der Seite des isländischen Zollamtes.
 
 J wie Job: im Sommer gibt es auf Island jede Menge Arbeit zu erledigen, vor allem wegen der Touristen-Massen. Wer also an einem Sommerjob auf einem Campingplatz, oder in einer Touristeninformation interessiert ist, der sollte nicht im Winter kommen. Die Gehälter sind,wie es die Lebensmittelpreise vorraussetzen, gut. Wenn du dich für die Lebenshaltungskosten in Island interessierst kannst du hier meine Berechnungen dazu anschauen.


 K wie Kälte: Vielleicht liegt es daran, dass ich mir für meinen vierwöchigen Campingtrip ausgerechnet den kältesten Sommer seit Jahrzehnten (laut Locals) ausgesucht habe, aber ich kann jedem nur zu einem paar Wollsocken und Handschuhen raten. Auch wenn sich das im Sommer komisch anfühlt.


 L wie Leitungswasser, welches in kaltem Zustand bedenkenlos getrunken werden kann. Das warme hingegen riecht schweflig und ist auch ungesund. 
 M wie Mitternachtssonne: In Iceland I wear my sunglasses at night!

 N wie Nordlichter, die man mit etwas Glück und klarem Himmel sogar schon im August sichten kann!

 O wie Obst: Da frisches Obst im Supermarkt recht teuer ist wird empfohlen dieses direkt bei den Höfen zu kaufen.

 P wie Pferde, auf keinen Fall Pony zu den kleinen Islandpferden sagen. Damit erntest du nur böse Blicke!
 Q wie Quark,naja, nicht wirklich Quark, sondern Skyr. Skyr ist eine (laut der Marke Arla) traditionell isländische Frischkäsezubereitung. Skyr wird dort so wie Jogurt gegessen, es gibt auch Skyr-Drinks und so weiter und sofort.Vor kurzem wurde ein 50 Jahre altes Fass Skyr ausgegraben und, wer hätte das gedacht, war noch essbar!

 R wie Ringstraße, eigentlich die einzige richtige Straße auf Island, die man auch ohne 4x4 befahren kann. Sie führt einmal um die Insel und wird von den meisten Urlaubern umrundet. Lustiger Weise ist sogar die Ringstraße in manchen Teilen Schotter-Weg.

 S wie Stadt: Eine (mit entsprechend großen Buchstaben auf der Karte markierte "Stadt" in Island definiert sich offensichtlich durch eine Tankstelle, einen Supermarkt und gefühlte 15 Einwohner. Ein tolles Beispiel für so eine "Stadt" bietet zum Beispiel Hveragerdi, 50 km von Reykjavik.
 T wie Touristenmassen: Wer flexibel und kälteresistent ist und manchmal lieber alleine mit Naturwundern Islands sein möchte, der sollte sich Touristenattraktionen wie zum Beispiel den Skaftafell Nationalpark oder die Gletscherlagune Jökulsarlon früh morgens oder spät abends anschauen, denn hell genug ist es ja lang genug.
 U wie Umweltverschmutzung: Leider kommt es seit dem touristischen Aufschwung auf Island immer wieder zu massiver Umweltverschmutzung, sowohl bei den Natur-Attraktionen als auch beim Wildcampen! Ich möchte an dieser Stelle die Bitte aussprechen, vorsichtig und sensibel mit der Natur dort umzugehen!
 V wie Vögel, welche während der Brutzeit und danach äußerst aggressiv sein können. Ich habe von einigen anderen Urlaubern gehört sie seien angegriffen worden. Das machen die Vögel nicht aus Boshaftigkeit, sondern um ihre Jungen zu schützen. Bewege dich also wenn möglich nicht zwischen eine Mutter und ihre Küken. Falls es doch zu einem Angriff kommt, dann halte etwas, höher als deinen Kopf, in die Luft, denn der Vogel greift immer den höchsten Punkt an. 
 W wie Wasserfall: Ein besonderer Spaß besteht darin zunächst 2 Minuten auf einen Wasserfall zu schauen und dann daneben auf etwas unbewegliches... try it! 
 X wie (E)Xtravagant: Die Hipster sind auch in Island angekommen, aber auch was das Ausgeh-Outfit in Reykjavik betrifft sollte man etwas wählerisch sein.
 Y wie Yurts/ Jurten: Die kann man da zur Übernachtung mieten, z.b. über Airbnb... was gibt es romantischeres...

 Z wie Zelten: Wer sich, wie ich, entscheidet zu Zelten, der sollte gut ausgerüstet sein. Du kannst zur Inspiration und Sicherheit gerne hier einen Blick auf meine Packliste für 4 Wochen Campingurlaub in Island werfen.


So, das waren meine Tipps für Island. Ich hoffe ich konnte den einen oder anderen damit Unterhalten oder informieren.
In diesem Sinne: Bless!

Sonntag, 16. August 2015

Die ultimative Packliste für Island (4 Wochen Camping)

Hinter mir liegen 4 Wochen Island-Camping-Urlaub im kältesten Sommer seit 30 Jahren (laut Locals). Trotz ausgiebiger Planung war meine Packliste natürlich nicht perfekt, aber deine kann es werden! Hier erstelle ich nämlich jetzt eine Packliste für Island, wie ich sie am liebsten gehabt hätte, für meionen 50l-Rucksack. Diese Packliste ist nun für Frauen augelegt, aber lässt sich mit etwas Fantasie bestimmt auch so umwandeln, dass sie für die Herren der Schöpfung passt.




Kleidung

1 BH
1 Sport-BH
Buff
Saron
Sonnenbrille
1 Paar Flieshandschuhe
1 Jeans/ Treckinghose
1 Jogginghose (auf jeden fall gefüttert)
1 Strumpfhose (Wolle/ baumwolle)
6 Slips
4 Paar Socken
1 Paar dicke Socken
1 Fleece-jacke
1 Pulli(seeehr dick)
4 Tops
Notfallponcho, der sich zur Not auch als Plane verwenden lässt
Flipflops
Stiefel (Ich laufe ohnehin nur in Dr.Martens rum)
Bikini
1 Paar Overknees
1 Bluse
1 Regenjacke/ treckingjacke/Windjacke


Schlafen

Isomatte
Zelt
Schlafsack
2 Aufblasbare Kissen
Oropax
Schlafbrille

Küche

Kocher (+Gas)
Kochgeschirr
Messer/Gabel/Löffel/Dosenöffner-Tool
Pfeffer/Salz-Streuer
Schwamm (kann man halbieren, dann ist er... wer hätte das gedacht... halb so klein)
Salz
Zucker
Speiseöl
2 Feuerzeuge
Streichhölzer
6 Plastiktüten
2 Tüten Tomatensoße
1 Wasserflasche
2 packungen Nussmischung
verschiedene Tees, viele davon
1 Plastik-Glas Erdnussbutter

Kosmetik

Sonnencreme
Handwaschmittel
Deo
Shampoo
Seife
Gesichtscreme
Bürste
Zahnpasta
Zahnbürste
Mundwasser
Reisehandtuch
3 Haargummies
Vaseline
Lippenpflege
Nagelfeile
Reinigungstücher
Handcreme (man, hätte ich die Nötig gehabt)

Apotheke

Erste-Hilfe-Set
Normale Pflaster
Griphel
Aspirin
Kohletabletten
3 Beutel Magen-Darm-Tee
3 Beutel Erkältungs-Tee
Emser Salz
Desinfektionsmittel
Insektenspray
Traubenzucker

Elektronik

Handy
Powerbank
Kopfhörer
Aufladekabel

Sonstiges

Reise-Unterlagen
Kompass
Tagebuch
Schreibzeug
Faltrucksack
Stoffbeutel
Pfefferspray (für Tramper)
Portmonaie
Schlüssel
Lilliput Deutsch-Englisch Wörterbuch
Island Straßenkarte
Nähzeug
Kleber (Alleskleber)
Taschentücher
Tape
2 große blaue Müllsäcke
Schnur
Hüfttasche

Also: würde ich nocheinmal losziehen würde ich es besser wissen, aber es beruhigt mich auch schon, dass ich damit vielleicht dem einen oder anderen mit meiner Packliste für Island weitergeholfen habe. Ich wünsche dir, falls du grade in der Reiseplanung steckst, einen wundervollen Urlaub!

Donnerstag, 13. August 2015

Preisliste der Campingplätze in Island 2015 - Die schönsten Campingplätze entlang der Ringstraße

Auf meinem vierwöchigen Trip Rund um Islands Ringstraße habe ich jede Nacht auf einem Campingplatz verbracht. Camping ist wohl das einzige, was in Island günstiger ist als in Deutschland, doch die Campingplätze sind sehr unterschiedlich ausgerüstet. Darum habe ich einmal eine Auflistung vorgenommen, die den Preis und die Ausstattung einiger Campingplätze (derer die ich besucht habe) entlang der Ringstraße mit ein paar kleinen Abstechern darstellt. Die Preise aus meiner "Preisliste der Campingplätze in Island 2015" gelten jeweils für eine Person mit einem Zelt für eine Nacht und gelten für 2015.

Reykjavik - 1700 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist absolut luxuriös ausgerüstet. Es gibt Kochgelegenheiten, einen warmen Aufenthaltsraum, warme Duschen sind im preis inkludiert genauso wie Wifi. Dafür ist der Campingplatz sehr Groß und meistens voll. Er ist einen längeren Fußmarsch vom Zentrum entfernt, aber auch gut mit dem Bus erreichbar.

Hveragerthi - 1100 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist gut ausgerüstet (Kochecke, Trockenraum, warme Dusche inklusive) hat aber aber kein Wifi, auch nicht bei der Touristeninformation im Ort. Die Betreiber sind sehr nett und die Stadt auch durchaus interessant!

Vik - 1400 ISK/Nacht

Keine Kochecke, aber eine warme Dusche (allerdings nicht im Preis inbegriffen), Wifi kostet 300 ISK, auch bei der Touristeninformation im Ort. Dafür hat er gewisse Ähnlichkeiten mit dem Auenland. Der Campingplatz liegt in attraktiver Nähe zum schwarzen Strand.

Skaftafell - 1500 ISK/Nacht

Der Campingpalatz bietet keine Kochecke, aber normalerweise warme Duschen (als ich da war leider gerade im Umbau) und Wifi. Allerdings ist es nicht erlaubt seinen Akku zu laden.
Ansonsten ist der Campingplatz recht groß und gut besucht, da er ein toller Ausgangspunkt für kleine Wanderungen zum Svartifoss oder zum Gletscher ist.

Höfn 1500 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist gut ausgerüstet. Es gibt Koch-Möglichkeiten und (wenn man bereit ist zu zahlen) auch Waschmaschinen, warme Duschen und Wifi. Für 200 ISK kann man auch sein Handy an der Rezeption laden, aber es gibt auch in der Küche freie Steckdosen. In der Touristeninformation gibt es auch kostenloses Wifi und die Stadt beherbergt auch einen Netto, in den man zu (für Island) moderaten Preisen einkaufen gehen kann.

Breidalsvik 1000 ISK/Nacht (ab der 2. Nurnoch 750)

Die Ausrüstung ist dem Preis entsprechend eher spartanisch. Es gibt keine Duschen und Kochmöglichkeiten, dafür aber kostenloses Wifi vom Hotel nebenan. Die zwei Badezimmer sind gut beheizt und für den kleinen Campingplatz auch völlig ausreichend. In der unweiten Touristeninformation kann man auch Lebensmittel kaufen, ansonsten gibt es kein Geschäft in der Nähe.

Seydisfjördur 1350 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist auf die Donnerstags anströmenden Massen von der Fähre, die in Seydisfjördur ankommt vorbereitet. Er ist mit einem kleinen Herd und einem Aufenthaltsraum ausgestattet, in dem man kostenfrei das Wifi nutzen kann. Wer bereit ist ein paar Kronen hinzublättern kann auch die warme Dusche, die Waschmaschine und den Trockner benutzen. Ansonsten kann man auch die Schwimmhalle der Stadt für 500 ISK besuchen. Unweit des Campingplatzes gibt es auch einen kleinen Supermarkt, dessen Preise absolut annehmbar sind.

Egilsstadir 1400 ISK/Nacht

Der nett eingerichtete Campingplatz hat zwar keine Kochgelegenheiten, aber dafür kostenlos nutzbare Duschen, kostenpflichtige Waschmaschienen und Wäschetrockner, sowie einen Aufenthaltsraum der bis 23:00 geöffnet ist. Er liegt sehr nah am Bonus von Egilsstadir und noch Näher am Netto.

Skjöldolfstadir 1000 ISK/Nacht

Der Campingplatz ist recht spartanisch eingerichtet. Es gibt keine Kochmöglichkeiten und auch keinen warmen Aufenthaltsraum. Dafür gibt es einen Hotspot den man kostenlos besuchen kann und da gibt es auch Duschen. Als Aufenthaltsraum wird eine art Tipi geboten, in dessen Mitte ein Lagerfeuer-Platz ist. Dort darf man ein Feuer machen, wenn man es hinkriegt. Ausserdem gibt es bei der Rezeption im dazugehörigen Hotel auch Wifi. Das ist eigentlich auch das einzige Gebäude, das es in Skjöldolfstadir gibt.

Myvatn ( direkt am See) 1500 ISK/Nacht

Der Campingplatz direkt am See ist sehr schön gelegen, bietet Duschen und ein Kochzelt. Er ist unweit von einem Supermarkt, bei dem sich auch eine Touristeninformation befindet. Die Badezimmer sind hier nicht geschlechtergetrennt.

Husavik 1200 ISK/ Nacht (jede weitere 1000 ISK)

Der Campingplatz ist gut ausgerüstet und hat sowohl eine kleine Küche als auch kostenfreie Duschen. Er ist unweit von einem verhältnismäßig günstigen Supermarkt und dem Hafen, von dem die Whalewaching-Boote starten entfernt. Es gibt auf dem Campingplatz und auch in der Touristeninformation Wifi. 

Myvatn (am Flugplatz) 1500 ISK/ Nacht

Der Platz ist ähnlich ausgerüstet wie der am See, nur dass das Kochzelt einen stabileren Eindruck macht. Ausserdem hat er auch Wifi und Trockenschränke.

Godafoss 1000 ISK/ Nacht

Der Platz bietet eine kostenlose Dusche und Wifi, keine Kochgelegenheiten und keinen Aufenthaltsraum. Er liegt 500 Meter vom Godafoss entfernt und hat auch ein paar windschattige Plätzchen.

Akureyri 1300 ISK/Nach (Rabatt bei mehreren Nächten)

Der zentral gelegene Zeltplatz bietet kein Wifi und keine Kochgelegenheiten, aber eine überdachte "Küche". Die Dusche darf für 300 ISK benutzt werden, gegenüber vom Campingplatz befindet sich allerdings die öffentliche Schwimmhalle (sehr zu empfehlen), deren Eintritt 600 ISK beträgt. 

Laugabakki 1000 ISK/ Nacht

Hot Pool und warme Dusche sind inklusive, dafür aber kein Wifi und keine Kochecke.

generell lässt sich sagen, dass es sehr viele Campingplätze in Island gibt und sich das Land somit gut für einen Mein-Zelt-Und-Ich-Urlaub eignet, wenn man mal von einigen Witterungsbedingungen im Sommer 2015 absieht. Ausserdem lernt man auf den Campingplätzen unglaublich viele Gleichgesinnte kennen. 


Montag, 10. August 2015

Lebenserhaltungssatz eines Backpackers in Island - Ein paar finanzielle Darstellungen meiner vierwöchigen Islandreise

"Island... ja da wollte ich auch mal hin. Aber das ist ja sooo teuer"
Das hab ich mir in letzter Zeit viel zu oft anhören müssen, wenn ich jemand von meinem vierwöchigen Island-Trip erzählt habe. So oft, dass es nun Zeit für einen Gegenbeweis ist. Ich möchte garnicht abstreiten, dass Island etwas teurer ist als Deutschland, aber es ist bei weitem nicht unbezahlbar, wenn man sich nur darauf einlässt seine Lebensstandarts ein bisschen zurück zu schrauben. Ich bin in 4 Wochen mit dem Zelt um die Ringstraße gereist und habe dabei alle, wirklich alle Ausgaben notiert, um nun ein paar Rechnungen aufzustellen. Ich habe meine Ausgaben etwas kategorisiert, aber ich hoffe meine Folgende Darstelluing ist selbsterklärend.








Insgesamt
Durchschnittlich/ pro Tag
(Ich rechne mit 27 Tagen, da ich den 28. nur am Flughafen verbracht hab)
Übernachtung:
29550 ISK/ 201,02 EUR
1094 ISK/ 7,45 EUR
Nahrungsmittel:
10186 ISK/ 69,29 EUR
377 ISK/ 2,57 EUR
Transportmittel (inkl. Hin-und Rück-flug):
58506 ISK/ 398 EUR
2166 ISK/ 14,74 EUR
Postkarten/Souveniers/ Mitbringsel:
10876 ISK/ 73,99 EUR
403 ISK/ 2,74 EUR
Eintritt (Schwimmbad, Museen, etc):
1700 ISK/ 11,56 EUR
63 ISK/ 0,43 EUR
Sonstiges (Kreditkartengebühr etc) :
1170 ISK/ 7,96 EUR
43 ISK/ 0.29 EUR
Insgesamt (mit Flug):
111988 ISK/ 761,82 EUR
4147 ISK/ 28,22 EUR
Insgesamt (ohne Flug):
53485 ISK/ 363,84 EUR
1960,92 ISK/13,48 EUR






Somit hatte ich also in Island einen Lebenserhaltungssatz (Inkl. Souveniers und so weiter) von 13,48 Euro. Und ich habe jede Nacht auf einem Campingplatz geschlafen (weil ich es einfach komfortabler fand als wild zu campen) und mir auch hin und wieder etwas gegönnt, das gehört für mich zum Urlaub dazu, wer das nicht braucht kann die Kosten nochmals minimieren.

Und damit das hier keine "trockene" mathematische Darstellung ist kommen jetzt noch ein paar Fotos, die ich auf meinem Trip gemacht habe.































Dienstag, 4. August 2015

Die Akureyri-Checkliste: 8 Things to do in Akureyri

Akureyri ist neben Reykjavik die einzige ¨große¨ Stadt in Island und kann sich guten Gewissens die Hauptstadt des Nordens nennen, denn sie beherbergt eine Universtät, eine Kunsthochschule und eine Musikhochschule! Ausserdem findet man in Akureyri sogar zwei Bonuse und einen Netto und eine auswahl an Cafés und Kneipen, sowie Clubs. Besonders berühmt und empfohlen ist das Backpackers-Hostel direkt in der Fußgängerzone. Dort kann man sich für ein paar Nächte einmieten und die Stadt erkunden. Hier ein paar Ideen dafür:

1. Die Schwimmhalle besuchen: Akureyris Schwimmbad kann sich wirklich sehen lassen. Für 600 ISK Eintritt bekommt man mehrere Becken und Hotpots in verschiedenen Temperaturen, eine Dampfsauna und sogar zwei Wasserrutschen geboten. Das Schwimmbad kann sich durchaus mit dem Schwimmad in Reykjavik messen. Es befindet sich direkt gegenüber vom Campingplatz, zu dem man gelangt, wenn man von der Innenstadt aus, an der Kirche vorbei, den ¨Berg¨ erklimmt.

2. Im botanischen Garten spazieren gehen: Der botanische Garten Akureyris kostet keinen Eintritt und ist überraschend groß und vielfältig. Es heisst, dort seien alle Pflanzen Islands zu finden. Vor allem bei schönem Wetter lohnt sich ein Besuch definitiv, denn zwischen den ungewohnt hohen Bäumen herrscht eine idyllische Stimmung.

3. Ein Kirchentreppen-Wettrennen machen: Das Kirchentreppen-Wettrennen scheint eine Art anerkannter Sport in Akureyri zu sein, denn beim alljährlichen Festival am ersten Augustwochenende findet darin ein richtiger Wettbewerb statt, der vor allem von Kindern und kostümierten Erwachsenen ausgetragen wird.

4. Einen regnerischen Nachmittag im Buchantiquariat verbringen: Spaziert man vom Kirchentreppen-Wettrennen zurück in die Innenstadt, kommt man unmittelbar an dem gemütlichen Second-Hand-Buchgeschäft vorbei. Neben Isländischer Literatur bietet es auch einige englischsprachige Bücher an und läd zum Verweilen und Stöbern ein.

5. Versuchen sich in der Innenstadt zu verlaufen: Im großen und ganzen besteht die Innenstadt aus einer einzigen Straße, die vom Fuße der Kirchentreppen über einen Fußgängerzone zu einem runden Platz führt.

6. Einen Preisvergleich zwischen dem Netto und den zwei Bonusen starten: Große (günstigere) Supermärkte sind in Island nicht so leicht zu finden, desshalb sollte man die Chance nutzen und seine Vorräte auffüllen, sobald man einen Bonus gefunden hat.

7. Sich in die Fußgängerzone setzen und Leute beobachten: Akureyri ist durchaus eine Künstler-und-Studenten-Stadt, dementsprechend kann man auch mit etwas Geschick ein paar Künstler und Studenten in ihrem gewohnten Umfeld beobachten. Am gemütlichsten macht sich das von einem der Cafés aus, die die Fußgängerzone säumen.

8. Mit dem öffentlichen Bus fahren: Akureyri lässt sich durchaus zu Fuß erkunden, doch es gibt auch einen öffentlichen Bus. Das besondere daran? Er ist kostenlos. Vor allem wer in den Randbezirken untergebracht ist, kann sich damit etwas Fußweg sparen, wenn er denn möchte.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Reykjahild/Myvatn

Ein Gebiet, das mir wohl am wärmsten und häufigsten empfohlen wurde. Bei gutem Wetter hält es auch was es verspricht: viel zu Entdecken. Neben mehreren Geothermalen Gebieten befinden sich auch in moderater Nähe zur ¨Stadt¨ Reykjahild, die mehrere Campingplätze beherbergt,ein paar erloschene Vulkane und Kraterseen, sowie eine Grotte, in der sich warmes Wasser befindet (ein paar Grad zu warm um darin zu baden).

Die Touristeninformation (direkt bei der Bank, dem Supermarkt und der Tankstelle) ist gut ausgestattet und bietet Karten, auf denen ein paar kleine Wanderwege eingezeichnet sind. Einer davon (und meine erste Wahl) ist der Weg von Reykjahild (start unmittelbar neben der Touri-Info) über die Grotte zum Hverfjall. Das abwechslungsreiche Gelände ist gut begehbar und lässt keine Langeweile aufkommen.

Ansonsten bietet das Gebiet auch eine große Ansiedlung von Vögeln, die auch durchaus fotogen sind, und ein Pendant zur blauen Lagune: das Nature-Bath (genauso touristisch, aber nur halb so teuer).
Fazit: auf jeden Fall einen Besuch wert, glücklich kann sich der jenige schätzen, der die Flexibelität eines Autos besitzt.

Dienstag, 28. Juli 2015

Husavik Candy-Festival

Das Hafenstädtchen, das sonst eher für das große Whalewatching-Angebot bekannt ist macht am 25. Juli mit einem Hafenfest auf sich aufmerksam. Schon beim hineinfahren in die Stadt merkt man, dass irgendetwas anders ist. Straßenlaternen, Zäune und Sträucher sind bunt geschmückt und Nachmittags beginnt der familienfreundliche Teil der Veranstaltung. Wie der Name schon vermuten lässt gibt es im Hafen unzählige Buden mit Süßigkeiten (ungefähr 5), ein paar Rummel-Geräte und gegen Abend beginnen einheimische Bands auf einer Bühne die aus einem LKW besteht aufzuspielen.

Ein provisorisches Line-Up kündigte etwas an, das nach einer kostümierten Skyr-Schlacht klingt, leider ist diese Veranstaltung nicht auffindbar, das wäre aber nicht verwunderlich, beruhigt mich die Mitarbeiterin der Touristeninformation, denn das mit den Zeiten sei hier nicht so streng.

Die Nacht hält Einzug in das kleine Wal-Städtchen, doch das Fest geht jetzt erst richtig los. Die Kneipen, die den kleinen Hafen säumen, füllen sich, Jugentliche reichen heimlich erworbenen Alkohol im Kreis herum, die ersten betrunkenen stolpern über die Straße und die Musik zieht von der Bühne an den Straßenrand. Isländischer Hiphop und ein Beatboxer ertönen, ein paar Meter weiter eine Kneipe in der live aufgespielt und wild getanzt wird.

Das Merkwürdige Gerät, auf dem kreischende Kinder vertikal durchgeschüttelt wurden füllt sich nun mit angetrunkenden, noch lauter kreischenden Jugendlichen. Seit meiner Ankunft in Island habe ich nicht so viele Menschen auf einem Haufen gesehen. Als ich im Vorfeld eine junge Isländerin die sich bestimmt 90 min, lang schminkte danach Fragte, was denn so in Husavik los sei meinte sie zu mir: Da sind viele Menschen im Hafen. Das scheint in Island wohl ein schminkenswertes Ereignis zu sein.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Egilsstadir

Nich ganz so fotogen wie Seydisfjördur, aber dennoch anschaulich ist  Egilsstadir. Egilsstadir ist die  größte statt im Osten Islands und beherbergt auch dessen einzigen Bonus (günstigster Supermarkt). Als Kreuzung zwischen der aus Seydisfjördur komenden 93 und der Ringstraße (1) muss eigentlich jeder von der Fähre kommende und jeder Ring-Straßen-Bereisende dieses Städtchen besuchen.

Doch Egilsstadir bietet mehr als (für isländische Verhältnisse) günstige Einkaufsmöglichkeiten. Ein paar Museen und viele Aussichtspunkte begegnen einem auf einem kleinen Rundspaziergang. Wer sich Richtung Lagarfljot wagen möchte,sollte jedoch Acht geben, denn darin schwimmt der Legende nach ein großes Seeungeheuer umher.

Neben den Supermärkten bietet Egilssstadir aber auch einige Modegeschäfte und auch wer Teile seiner Treckingausrüstung austauschen, oder Reparieren möchte wird fündig. Ausserdem ist Egilsstadir Ausgangspunkt für ein paar vielversperechende Tagestouren und beherergt auch einige kulturelle Veranstaltungen  (Musikfestivals, historische Festspiele und und und...)

Egilsstadir ist also nicht nur ein praktischer Zwischenhalt zum Vorrätet auffüllen, sondern vielleicht auch einen Nachmittag der Besichtigung wert.

Dienstag, 21. Juli 2015

Seythisfjörthur/ Seydisfjördur

Ein pitoresk-verträumtes Fischerdörfchen in einem Fjord im Nordosten Islands, gefüllt mit Visual-Art-Ausstelllungen und Skulpturen, erweckt mit seinen bunten Häusschen den Anschein einer idyllischen Welt. Bis am Donnerstag die ¨Norröna¨ anlegt. Die Fähre bringt allwöchentlich neue Touristen nach Island, die dann das kleine, verträumte Fischerdörfchen überfüllen. Die meisten fahren gleich über den Berg nach Egilstadir weiter, einige bleiben auf dem gut ausgerüsteten Campingplatz, oder in einem Hostel.

Doch auch ohne Fährfahrt ist das Örtchen einen Besuch mehr als wert. Schon der Weg von Egilsstadir aus ist mehr als beeindruckend und führt durch eine fotogene, aber hin und wieder bewölkte Schneelandschaft. Das Städchen bietet dann einen angenehmen, unaufdringlichen Mix aus Natur und Kultur, ist Ausgangspunkt für ein paar kleine Wanderungen und beherbergt  wie schon erwähnt viele Skulpturen, unter anderem eine in Form einer Telefonzellle, die man unter der Nummer 00354 566 1906 sogar anrufen kann.

Unweit davon befindet sich die kleine, blaue Kirche, in der allwöchentlich am Mittwoch im Sommer Konzerte statt finden. Sie vervollständigt neben ein paar bunten Holzhäusschen das ruhige, friedliche Idyll, bis sich das Stadtchen zum Lunga-Festival im Juli zu füllen beginnt. Laut einer Reisebekanntschaft findet man selten so viele Hipster auf einem Haufen. Das Kunstfestival wird nach isländischer Manier zelebriert.  Ein paar Tage später kehrt der friedvolle Alltag wieder zurück nach Seydisfjördur.

Montag, 20. Juli 2015

Stokksnes

Ein kleiner, aber sehenswerter Abstecher von der Ringstraße aus (in der Nähe von Höfn) ist Stokksnes. Für 600 ISK darf man das Gelände besuchen (und auch die Toilette). Mit etwas Glück kann man dort bei den Klippen  ein paar Robben sehen, danach lohnt sich ein Besuch im Wikingerdorf gleich daneben. Das Gebiet beherbergt viele schöne Fotomotive und ein Wikingercafè, das den historisch isländischen Flair vervollständigt.

Sonntag, 19. Juli 2015

Höfn

Eine mehr oder weniger unspektkulär wirkende ¨Stadt¨ ist Höfn. Höfn hat als kleine Hafenstadt nicht mehr als ein paar Museen (wovon sich ein empfehlenswertes in der Touristeninformation befindet) und einen ca 90 minütigen Rundspaziergang inklusive der Halbinsel Osland, die einem einen tollen Blick auf den Gletscher in der Ferne gewährt nicht viel zu bieten.

Allerdings ist es ein durchaus schöner Ort zum verweilen, denn Höfn beherbergt einen Supermarkt und ein paar hübsche Häuschen und, wie eigentlich jeder noch so kleine Ort in Island, ein  öffentliches Schwimmbad, natürlich inklusive Hotpot.

Wenn man im Besitz eines Autos ist kann man einige Tagestouren vom komfortablen Campingplatz aus machen.

Auch die Verkehrsanbindung lässt keine Wünsche offen, denn liegt Höfen zwar nicht auf der Ringstraße ist der Abzweig der zu dem kleinen Städtchen führt gut ausgebaut.

Dies nutzen einige Höfner um an einem lauschigen Freitag Abend die Geschwindigkeiten ihrer Autos zu überprüfen. Aber in Island scheint Autofahren ohnehin eine Zeit-tot-schlag-Beschäftigung zu sein.

Skaftafell Nationalpark/ Jökulsarlon

Eine große Touristen-Attraktion fordert auch einen großen Campingplatz. So einen großen Campingplatz findet man direkt am Nationalpark Skaftafell und in unmittelbarer Nähe zur dazugehörigen Touristeninformation. Diese zwei Lokalitäten (Campingplatz und Touristeninformation) sind aber auch schon die einzigen Zivilisations-Merkmale die Skaftafell aufweist. 

Der Campingplatz ist auch Ausgangspunkt für größere oder kleinere Wanderungen, bzw. Spaziergänge. Zum Beispiel kann man in einem kurzen Fußmarsch in eine Richtung den Svartifoss, in die andere Richtung den Gletscher erreichen.

Wer diese Touri-Hotspots lieber für sich alleine haben möchte und flexibel ist, dem empfehle ich ebendiese früh morgens oder spät am Abend aufzusuchen. Einige Motive sind aber auch in kombination mit hellem Sonnenschein äußerst reizvoll.

Etwas weiter östlich auf der Ringstraße zum Beispiel befindet sich die Gletscherlagune Jökulsarlon. Nach mehreren Empfehlungen (eigentlich von jedem Reisenden der mir irgendwelche Empfehlungen ausgesprochen hat) und eigener Besichtigung kann ich den Ort definitiv als Mustsee einordnen. Man kann sich Jökulsarlon als einen Eisberg-See vorstellen, der auch mit Booten befahrbar ist. Das blau-weiße Eis knackt  beim schmelzen und die fotogenen Eisskulpturen treiben im hellblauen Wasser vor sich hin. Der Anblick ist sehr eindrucksvoll und ein schönes Motiv für das ein oder andere Panorama-Foto.

Samstag, 18. Juli 2015

Vik i Myrdal

Die direkte Lage am Meer macht den Charm der kleinen Stadt aus. Der Campingplatz ist zwar nicht übermäßig gut ausgerüstet, hat dafür aber Ähnlichkeiten zum Auenland (aus Herr der Ringe). Von diesem Auenland aus kann man zu Fuß den schwarzen Strand erreichen, der anscheinend die eigentliche Attraktion der kleinen Stadt ist. Die aufragenden Steine und natürlich auch der schwarze Sand sind sehr fotogen, die Möven dafür umso aggressiver.

Zumindest schien es mir so, als sie des Nachts mein Zelt zur öffentlichen Toilette erklärten und mir beim Weitertrampen mit ihren kämpferischen Schreien ordentlich Angst einjagten. Vielleicht liegt diese Angst aber auch eher an den Warnungen anderer Reisender, die die Vögel als äußerst angriffslustig beschrieben.

Mit dem Hinweis ich solle im Falle eines Angriffes etwas in die Höhe halten fühlte ich mich immernoch etwas unzureichend ausgerüstet und war froh, als mich ein multikulturelles Pärchen auflas und in sichere Entfernung brachte.

Freitag, 17. Juli 2015

Hveragerthi

Mein erster richtiger Stop auf der Island-Tour war Hveragerthi, damit hab ich definitiv einen Glücksgriff gelandet. Das Städtchen hat mich auf eine verschlafen-charmante Weise in das isländische Lebensgefühl eingeführt.

Bevor ich jedoch weiter schwärme möchte ich zunächst den Begriff "Städtchen" definieren.  In Island nennt man eine zusammenkunft von einer Tankstelle, einem Supermarkt, mindestens 6 Menschen und 30 Schafen, oder optional 7 Menschen und 12 Pferden eine Stadt. Diese ist dann in vielversprechend großen Buchstaben auf der Karte eingezeichnet.

Eine dieser Städte ist also Hveragerthi, so stolz auf seine 8 Bäume, dass darüber sogar im Reiseführer berichtet wird.

Und diese Stadt hat sogar eine Touristeninformation, in der sich ein Museum zum Erdbeben (2008) befindet. Auch wenn ich den Begriff Museum an dieser Stelle etwas übertrieben finde ist es sehenswert, nicht zuletzt weil man zwischen der Eurasischen und der Nordamerikanischen Platte über eine dramatisch beleuchtete Spalte in der Erde unter der Touristeninformation hin und her hüpfen kann. 

Von dort aus ist es auch nicht weit  zum städtischen Campingplatz, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Für 1100 ISK (2015) bekommt man eine warme Dusche, einen Trockenraum und eine Kochmöglichkeit geboten. Die Betreiber sind sehr gastfreundlich und der Campingplatz ist unweit vom neu entstandenen Geotermal-Gebiet gelegen. Dort gibt es neben brodelnden Erdlöchern auch einen kleinen Wasserfall zu sehen.

Vom Campingplatz aus kann man auch gut zu Fuß (mit ein wenig Ohren zusammen beißen und Zähne steif halten, wenn es wie in meinem Fall regnet) zu einem warmen Flusslauf kommen, der auf jeden Fall ein must-see oder eher ein must-take-a-5-hour-bath-with-some-cold-beer ist. Je nach dem wie warm man es haben möchte kann man den Fluss hoch und runter plantschen und hat dabei eine wahnsinnig tolle Aussicht. Auch bei Regen absolut zu empfehlen! Das ganze ist mitten in der Natur, es gibt also keine Häusschen zum lagern der Kleidung, aber auch keinen Eintritt.

Im großen und ganzen ist Hveragerthi ein guter Einstieg in einen Ringroad-Trip, denn es liegt im Südwesten Islands unweit von Reykjavik!

Dienstag, 12. Mai 2015

Reiseführer-Nostalgie und Planung

Ich erscheine wieder aus der Versenkung, das Abitur ist fast geschafft und Island rückt immer näher. Auch wenn Bücher vielleicht etwas veraltet sind habe ich  die nächstliegende Bibliothek überfallen und mir sämtliche Reiseführer zu  Island ausgeliehen.
Mit meinen eigenen Büchern zusammen stapeln sich diese Bücher nun neben meinem Bett und sorgen vor dem Einschlafen nocheinmal für gute Träume.
Bevor es aber losgehen kann muss noch mein neues Zelt (ultraleicht und sehr klein) getestet werden. Das werde ich vorraussichtlich dieses Wochenende tun. Ich hoffe inbrünstig das es sich nicht um einen Fehlkauf handelt, denn ich möchte in Island ja hauptsächlich Zelten.
Bevor es aber auf die große Reise gehen kann steht noch ein Aufnahmeprüfungs-Marathon an 8 Musikhochschulen  quer durch Deutschland vor mir. Wenn ich in einer der Städte etwas Interessantes finde werde ich natürlich darüber berichten. 
Und das geht sogar sehr gut von Unterwegs, denn ich habe mir eine Bluetooth-Tastatur besorgt, die ich problemlos an mein Smartphone anschließen kann..
Aber jetzt erstmal weg vom Computer/Smartphone und raus ins schöne Wetter!!!