Posts mit dem Label Orte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Orte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 25. Oktober 2015

Von Pferdemännern und Gangsalat - Kurzporträt einer besonderen Pferderasse

Island fasziniert. Jeden. Dieses Land im Nordmeer bietet unzählige Besonderheiten – und doch darf eine ganz sicher nicht vernachlässigt werden: das Islandpferd.


Ich möchte ganz kühn behaupten, dass ohne diese Pferde, die von den ersten Siedlern zur Landnahmezeit nach Island gebracht wurden, eine längerfristige Besiedlung Islands unmöglich gewesen wäre. Klein, aber zäh und unglaublich stark und ausdauernd sind sie, können erwachsene Männer und schwere Lasten über tagelange Strecken tragen, Wasserläufe und breite Ströme überwinden und auch im tiefsten Schneetreiben den sicheren Weg nach Hause finden. Für den Menschen waren sie eine unverzichtbare Hilfe, und sie sind es noch heute, beispielsweise beim allherbstlichen Schafabtrieb aus dem Hochland. Daher kommt wohl auch das besondere Verhältnis, das die Isländer seit jeher zu ihren Pferden haben – man begegnet sich auf „einer Augenhöhe“, Pferde sind Persönlichkeiten, Freunde, nicht selten Lebensretter. Und irgendwie passt es dann total ins Bild, dass Reiter in Island nicht Reiter genannt werden. Man sagt „hestamaður“, übersetzt „Pferdemensch“.- Die Pferde wachsen in Island größtenteils wild auf, sind so von der Rauheit der Natur geprägt, selbstständig, trittsicher, unermüdlich. Im Winter graben sie im Schnee nach Futter, einen Unterstand oder gar Stall brauchen sie nicht – Felsen als Windschutz reichen zum Überleben... Auch die Fohlen kommen im Freien zur Welt, spielen und rennen über arktische Buckelwiesen und Geröllfelder - eine besondere, für das Islandpferd typische Ausstrahlung ist das Resultat. Eine Ursprünglichkeit, fast Wildheit, die gepaart ist mit Charakterstärke, Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein – und den einzigartigen Gangarten, die nicht nur elegant aussehen, sondern auch sehr bequem sind. Denn die Islandpferde verfügen über fünf Gangarten (nicht drei, wie ein „normales“ Pferd!) die berühmteste davon ist der Tölt. Bis ins hohe Tempo für den Reiter fast erschütterungsfrei...so zaubert diese Gangart beinahe jedem, der es erlebt, ein Strahlen ins Gesicht! 



Die Islandpferde sind ein Teil von Island und der isländischen Kultur – aber durch ihre faszinierenden Eigenschaften haben sie in den letzten Jahren weite Teile des Kontinents erobert, sogar in Amerika und Australien gibt es inziwschen Isländer! Ob als Freizeit-, Familien, Sport-, Spaß- oder Zuchtpferd, das Islandpferd ist fast überall auf der Welt bekannt und beliebt. Sogar eine Weltmeisterschaft für Islandpferde gibt es...

Gastartikel von Irina (bei Interesse könnt ihr gern bei mir vorbeischauen www.onthewaytofindanewhorizon.wordpress.com )

Montag, 7. September 2015

10 Berlin-Highlights



Da ich meine Heimat, Berlin, vorerst verlasse um ins wundervolle Leipzig zu ziehen möchte ich noch einen offenen Liebesrief an Berlin verfassen. Berlin ist einfach eine tolle, dynamische Stadt, in der jeder so sein kann wie er möchte und das auch tut. Ich bin bis jetzt in keiner Stadt so vielen komischen, interessanten, liebenswürdigen Personen auf einem Haufenbegegnet. Ob zum Leben, oder für ein paar Jahre, oder auch nur für einen Urlaub, jeder sollte mal hier gewesen sein.


Nun folgen also 10 Berlin-Highlights, die die Stadt für mich zu etwas ganz besonderem und zu meiner Heimat machen:

1. ...dass ich mich nicht traue, in den Kreisverekehr um die Gold-Else (Freiheitsstatue) zu fahren. Wer mal da gewesen ist, der weiß wovon ich rede.



2. ...dass du theoretisch einfach jeden einzelnen Tag in der Woche Feiern gehen kannst... es hat immer irgendein cooler Club offen. Ob Afterwork-Partys oder wilde Donnerstagsnächte, in Berlin ist einem einfach nie langweilig.

3. ...am Brandenburger Tor Slalom durch die Selfi-Stick-Touris zu fahren. Generell ist Fahrradfahren in Berlin super, denn man muss sich nicht in die engen, öffentlichen Verkehrsmittel quetschen um von A nach B zu kommen, braucht aber auch nicht 3 Stunden, sondern im Normalfall maximal eine. Allerding muss dabei bedacht werden, dass die Stadtzentren Berlins alle recht weit auseinander liegen, man sollte also etwas Zeit einplanen.


4. ...die vielen Flohmärkte. Vor allem Sonntags ist Berlin ein Paradies für Flohmarkt-Bummler. Der Klassiker ist natürlich der Mauerpark-Flohmarkt, aber auch der Flohmarkt am Boxhagener Platz ist durchaus einen Besuch wert.

5. ...die wundervollen Locations, von denen einige direkt an der Spree (Landwerkanal) gelegen sind. Sie können einen auf eine bezaubernde Art aus dem Alltag reissen, die den Großstadttrubel und seine Verpflichtungen durchaus vergessen lässt. Eine dieser Locations ist die Ipse (siehe Foto).



6. ...all die Parks wie, z.B. der Friedrichshain. Obwohl Berlin zweifelsohne eine schnelle, hektische Großstadt ist beherbergt es viele kleine, grüne Inseln, die das Treiben entschleunigen.

7. ...Projekte wie der Bücherbaum. Wer als Backpacker in Berlin unterwegs ist und ein Buch zuende gelesen hat, der muss es nicht wegschmeißen und ein neues kaufen, sondern er kann es einfach im Bücherbaum gegen ein neues tauschen. Dieser Baum befindet sich ein der Sredzkistraße in Prenzlauer Berg und ist Teil eines Projektes namens Book-Crossing.



8. ...komische Nebenjobs, wie professionelles Schlangestehen oder Klatschen lassen sich auch am einfachsten in Berlin finden.

9. ...die Überpopulation an Cafés in Pernzlauer Berg. Wenn man vier oder fünf Cafés nebeneinander hat, dann kann einem die Auswahl schon schwer fallen.

10. ...die Spätis. Man trifft sich zum Vorglühen nichtmehr in einer Bar, sondern vor einem Späti. Freitag abends kommt man manchmal fast nicht durch die Menschentraube vor den Kiosken hindurch, von der jeder mit gekühlten Bier ausgestattet ist.

Das sind also meine persönlichen 10 Berlin-Highlights und auf jeden Fall ein paar Gründe Berlin mal mit einem Besuch zu beehren.

Montag, 10. August 2015

Lebenserhaltungssatz eines Backpackers in Island - Ein paar finanzielle Darstellungen meiner vierwöchigen Islandreise

"Island... ja da wollte ich auch mal hin. Aber das ist ja sooo teuer"
Das hab ich mir in letzter Zeit viel zu oft anhören müssen, wenn ich jemand von meinem vierwöchigen Island-Trip erzählt habe. So oft, dass es nun Zeit für einen Gegenbeweis ist. Ich möchte garnicht abstreiten, dass Island etwas teurer ist als Deutschland, aber es ist bei weitem nicht unbezahlbar, wenn man sich nur darauf einlässt seine Lebensstandarts ein bisschen zurück zu schrauben. Ich bin in 4 Wochen mit dem Zelt um die Ringstraße gereist und habe dabei alle, wirklich alle Ausgaben notiert, um nun ein paar Rechnungen aufzustellen. Ich habe meine Ausgaben etwas kategorisiert, aber ich hoffe meine Folgende Darstelluing ist selbsterklärend.








Insgesamt
Durchschnittlich/ pro Tag
(Ich rechne mit 27 Tagen, da ich den 28. nur am Flughafen verbracht hab)
Übernachtung:
29550 ISK/ 201,02 EUR
1094 ISK/ 7,45 EUR
Nahrungsmittel:
10186 ISK/ 69,29 EUR
377 ISK/ 2,57 EUR
Transportmittel (inkl. Hin-und Rück-flug):
58506 ISK/ 398 EUR
2166 ISK/ 14,74 EUR
Postkarten/Souveniers/ Mitbringsel:
10876 ISK/ 73,99 EUR
403 ISK/ 2,74 EUR
Eintritt (Schwimmbad, Museen, etc):
1700 ISK/ 11,56 EUR
63 ISK/ 0,43 EUR
Sonstiges (Kreditkartengebühr etc) :
1170 ISK/ 7,96 EUR
43 ISK/ 0.29 EUR
Insgesamt (mit Flug):
111988 ISK/ 761,82 EUR
4147 ISK/ 28,22 EUR
Insgesamt (ohne Flug):
53485 ISK/ 363,84 EUR
1960,92 ISK/13,48 EUR






Somit hatte ich also in Island einen Lebenserhaltungssatz (Inkl. Souveniers und so weiter) von 13,48 Euro. Und ich habe jede Nacht auf einem Campingplatz geschlafen (weil ich es einfach komfortabler fand als wild zu campen) und mir auch hin und wieder etwas gegönnt, das gehört für mich zum Urlaub dazu, wer das nicht braucht kann die Kosten nochmals minimieren.

Und damit das hier keine "trockene" mathematische Darstellung ist kommen jetzt noch ein paar Fotos, die ich auf meinem Trip gemacht habe.































Dienstag, 4. August 2015

Die Akureyri-Checkliste: 8 Things to do in Akureyri

Akureyri ist neben Reykjavik die einzige ¨große¨ Stadt in Island und kann sich guten Gewissens die Hauptstadt des Nordens nennen, denn sie beherbergt eine Universtät, eine Kunsthochschule und eine Musikhochschule! Ausserdem findet man in Akureyri sogar zwei Bonuse und einen Netto und eine auswahl an Cafés und Kneipen, sowie Clubs. Besonders berühmt und empfohlen ist das Backpackers-Hostel direkt in der Fußgängerzone. Dort kann man sich für ein paar Nächte einmieten und die Stadt erkunden. Hier ein paar Ideen dafür:

1. Die Schwimmhalle besuchen: Akureyris Schwimmbad kann sich wirklich sehen lassen. Für 600 ISK Eintritt bekommt man mehrere Becken und Hotpots in verschiedenen Temperaturen, eine Dampfsauna und sogar zwei Wasserrutschen geboten. Das Schwimmbad kann sich durchaus mit dem Schwimmad in Reykjavik messen. Es befindet sich direkt gegenüber vom Campingplatz, zu dem man gelangt, wenn man von der Innenstadt aus, an der Kirche vorbei, den ¨Berg¨ erklimmt.

2. Im botanischen Garten spazieren gehen: Der botanische Garten Akureyris kostet keinen Eintritt und ist überraschend groß und vielfältig. Es heisst, dort seien alle Pflanzen Islands zu finden. Vor allem bei schönem Wetter lohnt sich ein Besuch definitiv, denn zwischen den ungewohnt hohen Bäumen herrscht eine idyllische Stimmung.

3. Ein Kirchentreppen-Wettrennen machen: Das Kirchentreppen-Wettrennen scheint eine Art anerkannter Sport in Akureyri zu sein, denn beim alljährlichen Festival am ersten Augustwochenende findet darin ein richtiger Wettbewerb statt, der vor allem von Kindern und kostümierten Erwachsenen ausgetragen wird.

4. Einen regnerischen Nachmittag im Buchantiquariat verbringen: Spaziert man vom Kirchentreppen-Wettrennen zurück in die Innenstadt, kommt man unmittelbar an dem gemütlichen Second-Hand-Buchgeschäft vorbei. Neben Isländischer Literatur bietet es auch einige englischsprachige Bücher an und läd zum Verweilen und Stöbern ein.

5. Versuchen sich in der Innenstadt zu verlaufen: Im großen und ganzen besteht die Innenstadt aus einer einzigen Straße, die vom Fuße der Kirchentreppen über einen Fußgängerzone zu einem runden Platz führt.

6. Einen Preisvergleich zwischen dem Netto und den zwei Bonusen starten: Große (günstigere) Supermärkte sind in Island nicht so leicht zu finden, desshalb sollte man die Chance nutzen und seine Vorräte auffüllen, sobald man einen Bonus gefunden hat.

7. Sich in die Fußgängerzone setzen und Leute beobachten: Akureyri ist durchaus eine Künstler-und-Studenten-Stadt, dementsprechend kann man auch mit etwas Geschick ein paar Künstler und Studenten in ihrem gewohnten Umfeld beobachten. Am gemütlichsten macht sich das von einem der Cafés aus, die die Fußgängerzone säumen.

8. Mit dem öffentlichen Bus fahren: Akureyri lässt sich durchaus zu Fuß erkunden, doch es gibt auch einen öffentlichen Bus. Das besondere daran? Er ist kostenlos. Vor allem wer in den Randbezirken untergebracht ist, kann sich damit etwas Fußweg sparen, wenn er denn möchte.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Reykjahild/Myvatn

Ein Gebiet, das mir wohl am wärmsten und häufigsten empfohlen wurde. Bei gutem Wetter hält es auch was es verspricht: viel zu Entdecken. Neben mehreren Geothermalen Gebieten befinden sich auch in moderater Nähe zur ¨Stadt¨ Reykjahild, die mehrere Campingplätze beherbergt,ein paar erloschene Vulkane und Kraterseen, sowie eine Grotte, in der sich warmes Wasser befindet (ein paar Grad zu warm um darin zu baden).

Die Touristeninformation (direkt bei der Bank, dem Supermarkt und der Tankstelle) ist gut ausgestattet und bietet Karten, auf denen ein paar kleine Wanderwege eingezeichnet sind. Einer davon (und meine erste Wahl) ist der Weg von Reykjahild (start unmittelbar neben der Touri-Info) über die Grotte zum Hverfjall. Das abwechslungsreiche Gelände ist gut begehbar und lässt keine Langeweile aufkommen.

Ansonsten bietet das Gebiet auch eine große Ansiedlung von Vögeln, die auch durchaus fotogen sind, und ein Pendant zur blauen Lagune: das Nature-Bath (genauso touristisch, aber nur halb so teuer).
Fazit: auf jeden Fall einen Besuch wert, glücklich kann sich der jenige schätzen, der die Flexibelität eines Autos besitzt.

Dienstag, 28. Juli 2015

Husavik Candy-Festival

Das Hafenstädtchen, das sonst eher für das große Whalewatching-Angebot bekannt ist macht am 25. Juli mit einem Hafenfest auf sich aufmerksam. Schon beim hineinfahren in die Stadt merkt man, dass irgendetwas anders ist. Straßenlaternen, Zäune und Sträucher sind bunt geschmückt und Nachmittags beginnt der familienfreundliche Teil der Veranstaltung. Wie der Name schon vermuten lässt gibt es im Hafen unzählige Buden mit Süßigkeiten (ungefähr 5), ein paar Rummel-Geräte und gegen Abend beginnen einheimische Bands auf einer Bühne die aus einem LKW besteht aufzuspielen.

Ein provisorisches Line-Up kündigte etwas an, das nach einer kostümierten Skyr-Schlacht klingt, leider ist diese Veranstaltung nicht auffindbar, das wäre aber nicht verwunderlich, beruhigt mich die Mitarbeiterin der Touristeninformation, denn das mit den Zeiten sei hier nicht so streng.

Die Nacht hält Einzug in das kleine Wal-Städtchen, doch das Fest geht jetzt erst richtig los. Die Kneipen, die den kleinen Hafen säumen, füllen sich, Jugentliche reichen heimlich erworbenen Alkohol im Kreis herum, die ersten betrunkenen stolpern über die Straße und die Musik zieht von der Bühne an den Straßenrand. Isländischer Hiphop und ein Beatboxer ertönen, ein paar Meter weiter eine Kneipe in der live aufgespielt und wild getanzt wird.

Das Merkwürdige Gerät, auf dem kreischende Kinder vertikal durchgeschüttelt wurden füllt sich nun mit angetrunkenden, noch lauter kreischenden Jugendlichen. Seit meiner Ankunft in Island habe ich nicht so viele Menschen auf einem Haufen gesehen. Als ich im Vorfeld eine junge Isländerin die sich bestimmt 90 min, lang schminkte danach Fragte, was denn so in Husavik los sei meinte sie zu mir: Da sind viele Menschen im Hafen. Das scheint in Island wohl ein schminkenswertes Ereignis zu sein.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Egilsstadir

Nich ganz so fotogen wie Seydisfjördur, aber dennoch anschaulich ist  Egilsstadir. Egilsstadir ist die  größte statt im Osten Islands und beherbergt auch dessen einzigen Bonus (günstigster Supermarkt). Als Kreuzung zwischen der aus Seydisfjördur komenden 93 und der Ringstraße (1) muss eigentlich jeder von der Fähre kommende und jeder Ring-Straßen-Bereisende dieses Städtchen besuchen.

Doch Egilsstadir bietet mehr als (für isländische Verhältnisse) günstige Einkaufsmöglichkeiten. Ein paar Museen und viele Aussichtspunkte begegnen einem auf einem kleinen Rundspaziergang. Wer sich Richtung Lagarfljot wagen möchte,sollte jedoch Acht geben, denn darin schwimmt der Legende nach ein großes Seeungeheuer umher.

Neben den Supermärkten bietet Egilssstadir aber auch einige Modegeschäfte und auch wer Teile seiner Treckingausrüstung austauschen, oder Reparieren möchte wird fündig. Ausserdem ist Egilsstadir Ausgangspunkt für ein paar vielversperechende Tagestouren und beherergt auch einige kulturelle Veranstaltungen  (Musikfestivals, historische Festspiele und und und...)

Egilsstadir ist also nicht nur ein praktischer Zwischenhalt zum Vorrätet auffüllen, sondern vielleicht auch einen Nachmittag der Besichtigung wert.

Dienstag, 21. Juli 2015

Seythisfjörthur/ Seydisfjördur

Ein pitoresk-verträumtes Fischerdörfchen in einem Fjord im Nordosten Islands, gefüllt mit Visual-Art-Ausstelllungen und Skulpturen, erweckt mit seinen bunten Häusschen den Anschein einer idyllischen Welt. Bis am Donnerstag die ¨Norröna¨ anlegt. Die Fähre bringt allwöchentlich neue Touristen nach Island, die dann das kleine, verträumte Fischerdörfchen überfüllen. Die meisten fahren gleich über den Berg nach Egilstadir weiter, einige bleiben auf dem gut ausgerüsteten Campingplatz, oder in einem Hostel.

Doch auch ohne Fährfahrt ist das Örtchen einen Besuch mehr als wert. Schon der Weg von Egilsstadir aus ist mehr als beeindruckend und führt durch eine fotogene, aber hin und wieder bewölkte Schneelandschaft. Das Städchen bietet dann einen angenehmen, unaufdringlichen Mix aus Natur und Kultur, ist Ausgangspunkt für ein paar kleine Wanderungen und beherbergt  wie schon erwähnt viele Skulpturen, unter anderem eine in Form einer Telefonzellle, die man unter der Nummer 00354 566 1906 sogar anrufen kann.

Unweit davon befindet sich die kleine, blaue Kirche, in der allwöchentlich am Mittwoch im Sommer Konzerte statt finden. Sie vervollständigt neben ein paar bunten Holzhäusschen das ruhige, friedliche Idyll, bis sich das Stadtchen zum Lunga-Festival im Juli zu füllen beginnt. Laut einer Reisebekanntschaft findet man selten so viele Hipster auf einem Haufen. Das Kunstfestival wird nach isländischer Manier zelebriert.  Ein paar Tage später kehrt der friedvolle Alltag wieder zurück nach Seydisfjördur.

Montag, 20. Juli 2015

Stokksnes

Ein kleiner, aber sehenswerter Abstecher von der Ringstraße aus (in der Nähe von Höfn) ist Stokksnes. Für 600 ISK darf man das Gelände besuchen (und auch die Toilette). Mit etwas Glück kann man dort bei den Klippen  ein paar Robben sehen, danach lohnt sich ein Besuch im Wikingerdorf gleich daneben. Das Gebiet beherbergt viele schöne Fotomotive und ein Wikingercafè, das den historisch isländischen Flair vervollständigt.

Sonntag, 19. Juli 2015

Höfn

Eine mehr oder weniger unspektkulär wirkende ¨Stadt¨ ist Höfn. Höfn hat als kleine Hafenstadt nicht mehr als ein paar Museen (wovon sich ein empfehlenswertes in der Touristeninformation befindet) und einen ca 90 minütigen Rundspaziergang inklusive der Halbinsel Osland, die einem einen tollen Blick auf den Gletscher in der Ferne gewährt nicht viel zu bieten.

Allerdings ist es ein durchaus schöner Ort zum verweilen, denn Höfn beherbergt einen Supermarkt und ein paar hübsche Häuschen und, wie eigentlich jeder noch so kleine Ort in Island, ein  öffentliches Schwimmbad, natürlich inklusive Hotpot.

Wenn man im Besitz eines Autos ist kann man einige Tagestouren vom komfortablen Campingplatz aus machen.

Auch die Verkehrsanbindung lässt keine Wünsche offen, denn liegt Höfen zwar nicht auf der Ringstraße ist der Abzweig der zu dem kleinen Städtchen führt gut ausgebaut.

Dies nutzen einige Höfner um an einem lauschigen Freitag Abend die Geschwindigkeiten ihrer Autos zu überprüfen. Aber in Island scheint Autofahren ohnehin eine Zeit-tot-schlag-Beschäftigung zu sein.

Skaftafell Nationalpark/ Jökulsarlon

Eine große Touristen-Attraktion fordert auch einen großen Campingplatz. So einen großen Campingplatz findet man direkt am Nationalpark Skaftafell und in unmittelbarer Nähe zur dazugehörigen Touristeninformation. Diese zwei Lokalitäten (Campingplatz und Touristeninformation) sind aber auch schon die einzigen Zivilisations-Merkmale die Skaftafell aufweist. 

Der Campingplatz ist auch Ausgangspunkt für größere oder kleinere Wanderungen, bzw. Spaziergänge. Zum Beispiel kann man in einem kurzen Fußmarsch in eine Richtung den Svartifoss, in die andere Richtung den Gletscher erreichen.

Wer diese Touri-Hotspots lieber für sich alleine haben möchte und flexibel ist, dem empfehle ich ebendiese früh morgens oder spät am Abend aufzusuchen. Einige Motive sind aber auch in kombination mit hellem Sonnenschein äußerst reizvoll.

Etwas weiter östlich auf der Ringstraße zum Beispiel befindet sich die Gletscherlagune Jökulsarlon. Nach mehreren Empfehlungen (eigentlich von jedem Reisenden der mir irgendwelche Empfehlungen ausgesprochen hat) und eigener Besichtigung kann ich den Ort definitiv als Mustsee einordnen. Man kann sich Jökulsarlon als einen Eisberg-See vorstellen, der auch mit Booten befahrbar ist. Das blau-weiße Eis knackt  beim schmelzen und die fotogenen Eisskulpturen treiben im hellblauen Wasser vor sich hin. Der Anblick ist sehr eindrucksvoll und ein schönes Motiv für das ein oder andere Panorama-Foto.

Samstag, 18. Juli 2015

Vik i Myrdal

Die direkte Lage am Meer macht den Charm der kleinen Stadt aus. Der Campingplatz ist zwar nicht übermäßig gut ausgerüstet, hat dafür aber Ähnlichkeiten zum Auenland (aus Herr der Ringe). Von diesem Auenland aus kann man zu Fuß den schwarzen Strand erreichen, der anscheinend die eigentliche Attraktion der kleinen Stadt ist. Die aufragenden Steine und natürlich auch der schwarze Sand sind sehr fotogen, die Möven dafür umso aggressiver.

Zumindest schien es mir so, als sie des Nachts mein Zelt zur öffentlichen Toilette erklärten und mir beim Weitertrampen mit ihren kämpferischen Schreien ordentlich Angst einjagten. Vielleicht liegt diese Angst aber auch eher an den Warnungen anderer Reisender, die die Vögel als äußerst angriffslustig beschrieben.

Mit dem Hinweis ich solle im Falle eines Angriffes etwas in die Höhe halten fühlte ich mich immernoch etwas unzureichend ausgerüstet und war froh, als mich ein multikulturelles Pärchen auflas und in sichere Entfernung brachte.

Freitag, 17. Juli 2015

Hveragerthi

Mein erster richtiger Stop auf der Island-Tour war Hveragerthi, damit hab ich definitiv einen Glücksgriff gelandet. Das Städtchen hat mich auf eine verschlafen-charmante Weise in das isländische Lebensgefühl eingeführt.

Bevor ich jedoch weiter schwärme möchte ich zunächst den Begriff "Städtchen" definieren.  In Island nennt man eine zusammenkunft von einer Tankstelle, einem Supermarkt, mindestens 6 Menschen und 30 Schafen, oder optional 7 Menschen und 12 Pferden eine Stadt. Diese ist dann in vielversprechend großen Buchstaben auf der Karte eingezeichnet.

Eine dieser Städte ist also Hveragerthi, so stolz auf seine 8 Bäume, dass darüber sogar im Reiseführer berichtet wird.

Und diese Stadt hat sogar eine Touristeninformation, in der sich ein Museum zum Erdbeben (2008) befindet. Auch wenn ich den Begriff Museum an dieser Stelle etwas übertrieben finde ist es sehenswert, nicht zuletzt weil man zwischen der Eurasischen und der Nordamerikanischen Platte über eine dramatisch beleuchtete Spalte in der Erde unter der Touristeninformation hin und her hüpfen kann. 

Von dort aus ist es auch nicht weit  zum städtischen Campingplatz, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Für 1100 ISK (2015) bekommt man eine warme Dusche, einen Trockenraum und eine Kochmöglichkeit geboten. Die Betreiber sind sehr gastfreundlich und der Campingplatz ist unweit vom neu entstandenen Geotermal-Gebiet gelegen. Dort gibt es neben brodelnden Erdlöchern auch einen kleinen Wasserfall zu sehen.

Vom Campingplatz aus kann man auch gut zu Fuß (mit ein wenig Ohren zusammen beißen und Zähne steif halten, wenn es wie in meinem Fall regnet) zu einem warmen Flusslauf kommen, der auf jeden Fall ein must-see oder eher ein must-take-a-5-hour-bath-with-some-cold-beer ist. Je nach dem wie warm man es haben möchte kann man den Fluss hoch und runter plantschen und hat dabei eine wahnsinnig tolle Aussicht. Auch bei Regen absolut zu empfehlen! Das ganze ist mitten in der Natur, es gibt also keine Häusschen zum lagern der Kleidung, aber auch keinen Eintritt.

Im großen und ganzen ist Hveragerthi ein guter Einstieg in einen Ringroad-Trip, denn es liegt im Südwesten Islands unweit von Reykjavik!

Freitag, 12. Juni 2015

Gründe Amsterdam zu lieben... und ein paar Reise-Tipps

Gedanklich verküpfen wir Amsterdam oft als erstes mit einem schummrigen Rotlichtviertel, argentinischen Steakhäusern und natürlich Coffeeshops voll mit Touristen die versonnen auf ein Schachspiel starren und überlegen ob der Springer gewisse Parallelen zu Jackie Chan aufweist. Doch die Stadt hat viel mehr zu bieten als das perfekte Ambiente für einen Junggesellenabschied.

Auch für Kunstinteressierte, Musiker, Shoppingjunkies, kulinarisch Begeisterte, Sich-Treiben-Lasser, Tagesreisende, Feierwütige, Museumsbesucher, Bootsfanatiker, Katzenfreunde, Tulpenliebhaber, Fahrradfahrer (hier bitte Liste ins Unendliche fortführen) ist die Haupstadt der Niederlande immer einen Besuch wert.

Der Vondelpark, Platz für Natur und Kultur

 Beginnen wir mit einem meiner absoluten Lieblingsplätze in Amsterdam: dem Vondelpark. Neben einer Freiluftbühne bietet der Vondelpark viele schöne Plätze zum verweilen, zum Joggen gehen, zum sich in die Sonne legen, zum lesen, zum lernen, zum mit-dem-Hund-rausgehen und auch zum schlafen, nämlich das Stayokay-Hostel. Es wurde mir sowohl von Locals, als auch von erfahrenen Amsterdam-Besuchern empfohlen, da es in Amsterdam empfehlenswert ist nicht das erstbeste Billighostel zu buchen.



Der Waterlooplein, der Flohmarkt

Mitten in der Stadt befindet sich der Waterlooplein. Ungeachtet interessanter geschichtlicher Hintergrundinformationen möchte ich hier nur auf den dort stattfindenden Flohmarkt eingehen.



Geöffnet hat dieser von Montag bin Samstag zwischen 9 und 18 Uhr.
In dem bunten Wirrwarr aus Souvenierständen, kleinen selbstständigen Klamottenmarken, gebrauchten Lederklamotten, Nippes, Schallplatten, Büchern, Sachen die aussehen als wären sie direkt den 90ern entsprungen und cool bedruckten T-Shirts kann man an ein paar Ständen auch echte holländische Pommes kaufen, sich dort sogar an einen Tisch setzen und das bunte Treiben um einen herrum genießen.



De Pijp, das Szeneviertel

De Pijp ist das gemütliche "Szeneviertel" Amsterdams. Hier sind die Studentenbars, die untouristischsten Coffeeshops und  den Albert Cuyp Market, der täglich (ausser Sonntags) geöffnet hat. Ausserdem ist De Pijp meine persönliche Empfehlung wenn es um Übernachtung geht. Hier findet man absolut schicke Ferienwohnungen und es ist ruhiger als die Innenstadt, obwohl man hier weitaus besser ausgehen kann. Ausserdem ist es nur ein paar Stationen mit der Bahn, oder einen annehmbaren Fußmarsch von der Innenstadt entfernt.

Jordaan, das wohl berühmteste Viertel Amsterdams

Das berühmteste Viertel Amsterdams ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier befindet sich auch das Anne-Frank-Haus (Prinsengracht 267). Wer dieses anschauen möchte (lohnt sich überigens sehr, vor allem nach dem Lesen ihres Tagebuches) sollte früh aufstehen und keine Angst vor Schlangen haben. Man steht nämlich schon mal so um die 2 Stunden an um dort hinein zu kommen. Danach kann man in Jordan noch sehr gut essen, Kaffee trinken und vor allem shoppen gehen oder sich eine der zahlreichen Kunstgalerien anschauen.

Grachten, das Leben auf dem Wasser

Vorallem die Innenstadt von Amsterdam ist komplett mit Grachten durchzogen. Für Nicht-gerne-zu-Fuß-Geher ist es daher empfehlenswert sich ein Hop-On Hop-Off Ticket für den "Canal-Bus" zu kaufen und sich damit von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit schippern zu lassen.

Amsterdam vom Wasser aus ist aber nicht nur eine Touristen-Attraktion. An Sommerabenden sieht man viele Boote mit Amsterdamern durch die Grachten fahren auf denen anscheinend feuchtfröhliche Zusammenkünfte gefeiert werden. Wie auch sonst, wenn doch das Wasser ein so präsentes Element in der einwohnerstärksten Stadt der Niederlande ist ^^.
Es zählt aber nicht nur als Verkehrsweg.....



....sondern auch als Wohnort. Wer durch die Innenstadt läuft kommt garnicht am Anblick eines Hausbootes vorbei. Um dem Urlaub in Amsterdam einen letzten Schliff zu geben kann man sich überigens auch ein Hausboot mieten.



Das Katzenboot, Tierheim der Extraklasse?

Sogar die, eigentlich ja wasserscheuen, Katzen genießen das Leben auf einem der Hausboote seit 1966. Henriette van Weelde hieß damals eine Frau (heute würden wir sie wohl als Verrückte-Katzen-Frau abstempeln) die soviele heimatlose Katzen zu sich aufnahm, dass ihr Haus bald nichtmehr reichte. Desshalb entschied sie sich ein Hausboot für die Katzen einzurichten und drei Jahre darauf dann noch ein zweites. Heute existiert dieses "Poezenboot" immernoch (zu finden in der Singel 38 G) und kann täglich (ausser Sonntags und Mittwochs) zwischen 13 und 15 Uhr besucht werden. Noch mehr Hintergrundinformationen findest du hier.



Das Foltermuseum, ein Blick ins Mittelalter

 Auch in der Singel, allerdings bei der Nummer 449 befindet sich das Foltermuseum. Bereits der Eingang ist in dunkler Athmosphäre gehalten und für 7,50 wird einem der Eintritt gewährt. Genauso wie die Eingangstür quitscht und kanrrt der Boden im Museum bei jedem Schritt und dies wird durch das Dämmerlicht durchaus unterstrichen. Dem Rundgang des Museum folgend werden dann die meisten Foltermethoden des Mittelalters aufgezählt, fast immer mit dem dramatiasch beleuchteten Folterwerkzeug, Bildern und einer kurzen "Gebrauchsanweisung" (auch auf deutsch).



Der Buddhistische Tempel, mitten in Chinatown


Ein Moment der Ruhe, ein Paar Räucherstäbchen, einen hübschen Altar und, wenn man unbedingt möchte, auch ein Souvenir kann man im He Hua Tempel finden. Dieser befindet sich (wie sollte es anders sein) in Chinatown, sehr gut vom Nieuwmarkt aus zu Fuß zu erreichen.



Chinatown, gut zum Mittagessen

Wenn man sich um die Mittagszeit am Nieuwmarkt oder eben am He Hua Tempel befindet ist lohnt es sich den Zeedijk einmal rauf und runter zu laufen, denn hier (Chinatown) findet man viele Restaurants. Neben asiatischen Restaurants sind natürlich auch hier die argentinischen Steakhäuser zu finden, denn Chinatown befindet sich definitiv in der Innenstadt.

Freitag, 5. Juni 2015

Leipzig, 4 wundervolle Orte abseits der Thomaskirche

Leipzig ist eine Stadt in die man sich sehr schnell verlieben kann: dynamisch, entspannt und aufregend zugleich. Außerdem bietet die Bachstadt neben Attraktionen wie der Thomaskirche und dem Gewandhaus viele Orte die es Wert sind entdeckt zu werden.

Im folgenden Post möchte ich ein paar davon vorstellen, die Leipzig für mich einzigartig gemacht haben, die Liste kann jedoch bestimmt bis ins Endlose weitergeführt werden, da ich mich zum Beispiel noch überhaupt nicht mit den Leipziger Seen oder den Szene-Clubs beschäftigt habe und auch noch nie einen leipziger Abend mit einer "Gisela" begann.

Bei Letzterem handelt es sich um einen anscheinend typischen leipziger Shot aus Mangolikör, Wodka und Apricot Brandy.
Aber nun zu den wundervollen Orten:

1. Ein verwilderter Parkplatz am Wilhelm-Leuschner-Platz

Nichtsahnend schlenderte ich morgens gegen halb 9 über den Wilhelm-Leuschner-Platz (ein Verkehrsknotenpunkt, der auch bei Sonnenschein irgendwie ungemütlich wirkt) auf der Suche nach einem Grünen Plätzchen um zu frühstücken. Nach einigem Hin und Her ging ich in Richtung eines Parkplatzes, der zumindest von Bäumen umsäumt war und stellte überrascht fest, dass neben dem atuellen Parkplatz noch ein anderer war, der aber offensichtlich nicht mehr benutzt wurde.

Zwischen den Beton-Platten des Bodens wuchsen Gras und junge Bäume hervor und die teilweise zersprungene Bierflaschen ließen mich neugierig werden wie dieser Platz an einem Freitagabend wohl aussehe? Ich machte es mir an einem undefinierbaren, herruntergekommenen Gebäude bequem und nahm mir vor den baufällig-ästhetischen Platz eines Abends erneut aufzusuchen.


2. Nixtonne: Secondehand-Food-Sharing

Seit Januar (2015) besteht im aufstrebenden Szeneviertel Connewitz ( Bornaische Str. 50) ein Laden nahmens Nixtonne, der sich der Nachhaltigkeit verschrieb. Dort gibt es vor allem Backwahren vom Vortag, die allmorgentlich von verschiedenen Bäckern abgeholt werden. Dabei geht es nicht um irgendwelche Massen-Backshops, sondern um klein Bäcker die tatsächlich noch selbst backen. Veganer werden hier definitiv fündig.

Neben einer Auswahl an Brot, Brötchen und anderem Backwerk kann man im Nixtonne aber auch einen Kaffee oder Tee trinken und etwas in dem hell eingerichteten, aber dennoch gemütlichen Laden verweilen.


3. Die Karli

Die Karl-Liebknecht-Straße ist definitiv DIE Straße wenn man auf der Suche nach einem Restaurant, einem Café, oder einer Bar ist. Auch viele kleine Bekleidungsgeschäfte tummeln sich an der belebten Straße die von Connewitz bis in die Innenstadt führt. Wer also eines Abends in Leipzig nicht weiß woin mit sich, der sollte dort definitiv vorbeischauen.

4. Ein unabhängiger Hof

Wer zum Shoppen nach Leipzig gekommen ist , aber nicht die gleichen H&M-Klamotten kaufen will, die es eigentlich überall gibt, der findet ebenfalls an der Karli sein Glück. Dort befindet sich nämlich in einem Hof neben mehreren anderen alternativ anmutenden Geschäften auch eine Mrs.Hippie-Filiale (Karl- Liebknecht- Straße 36), die definitiv einen Besuch wert ist.


Hinter dem Namen verbirgt sich ein unabhängiger Ladenverbund mit Standpunkten in Leipzig, Dresden, Erfurt, Magdeburg, Flensburg, Bremen und Kiel, doch selbst  wenn man nicht auf der Suche nach einem neuen Outfit ist lohnt es sich dem Hof einen Besuch abzustatten.


Fazit:

Wie schon gesagt ist diese Liste wohl endlos fortzuführen und das werde ich wol auch tun. Die Stadt bietet eigentlich alles was man brauchen könnte, von einer tollen Jazz-Szene bis hin zu verhältnismäßig günstigem veganem Falafel. Die stetige Präsenz vieler Subkulturen sollte man nicht unterschätzen und auch an politischer Dynamik fehlt es der Stadt nicht.
Ich liebe Leipzig!

Donnerstag, 28. Mai 2015

6 Tipps für einen günstigen Dresdentrip

Zunächst vorweg: in diesem Post geht es nicht um die typischen Sehenswürdigkeiten die Dresden zu bieten hat. Wer einen Erfahrungsbericht über das Hygienemuseum sucht, oder Fotos von barocken Architektur-Wundern sehen möchte wird hier nicht fündig, aber sicher auf vielen anderen Seiten.
Es geht um ein paar hoffentlich hilfreiche Tipps für einen sparschweinfreundlichen Dresden-Trip. Meine Texte beruhen hauptsächlich auf Erfahrung und auf Gesprächen mit ein paar Dresdnern.
Dann mal los:
1. Szeneviertel: Neustadt
Das absolute Studentenviertel Dresdens ist die Neustadt! So viele Cafès, Kneipen, kleine Geschäfte und Clubs wie hier findet man wohl nirgendwo in Dresden. So verbirgt sich hier aus der legendäre  Club namens ¨Scheune¨. 
Eine der interessanten Straßen ist die Louisenstraße, hier findet man auch den Club ¨Katy´s Garage¨, in dem hin und wieder live aufgespielt wird, ausserdem viele kleine Cafés, Kneipen, Bistros und Geschäfte. 
2. Die Tageskarte zur Flexibelität
Dresden teilt sich  in die Neustadt und die Altstadt, wobei die Altstadt wohl der Ort mit den tollen Gebäuden ist, die Neustadt , wie schon erwähnt, eher das ¨Szeneviertel¨. 
Wer viel Zeit und wenig Gepäck hat kann sich zu Fuß auf den Weg durch die Stadt machen, aber Straßenbahnen und Busse transportieren einen auch von Ort zu Ort. Die Preise sind zwar nicht niedrig (2,20 für 1 Stunde in der inneren Zone) aber wer viel  sehen willl kann sich für 6€  eine Tageskarte kaufen und damit sogar bis 4 Uhr am Folgetag unterwegs sein. 
Es lohnt sich also schon ab 3 Fahrten ein Tagesticket in Erwägungen zu ziehen, vor allen wenn man  nicht direkt im Stadtkern untergebracht ist.
3. Bei gutem Wetter: Das  Elbufer
Von besagtem  Bahnhof aus kann man zu Fuß zum Elbufer gehen, das bei schönem Wetter einen tollen Aufenthaltsort bietet. Hier wäre auch der richtige Ort um sein  am Bahnhof erstandenes Mittagessen (oder was auch immer) einzunehmen , aber auch um die erstandenen Kalorien wieder abzubauen, denn im Sommer findet man viel Raum zur sportlichen Betätigung in und an der Elbe.
4. Die Bibliothek: Überblick und Notfallplan.
Fast auf dem Weg vom Bahnhof zum Elbufer befindet sich die Stadt-Bibliothek (Königsbrückerstraße). Wer sich wirklich komplett planlos in Dresden befindet kann hier in einer großen Auswahl an Dresden-Reiseführern stöbern. Auch wenn es Zeit totzuschlagen gilt ist die Bibliothek der richtige Ort. Sie bietet eine große Auswahl an Büchern, ein kostenloses Klo und auf Anfrage kann man auch beim Personal der Wlan-Schlüssel  bekommen... was will man mehr?
5. Das Individuelle Souvenier beim Rumtrödeln
Auch auf dem Weg vom Bhf Dresden Neustadt zur Elbe befindet sich ein kleines Trödelgeschäft. Ein Blick hinein zeigt das es nicht so klein ist wie es von außen aussieht. Wer also noch ein Souvenier sucht hat hier die Möglichkeit  statt einem Kühlschrankmagneten, einer Tasse oder einem Flaschenöffner mit typischen Dresden-Motiven drauf einen Kommodenknauf, eine etwas ramponierte Kleiderpuppe oder  einen alten Aschenbecher zu kaufen. Ob diese Artefakte langsamer zu Staubfängern mutieren als die Typischen, austauschbaren Souveniers steht natürlich trotzdem in den Sternen.
6. Die Kunsthof-Passagen: mein absolutes Highlight
Ich gebe zu: Shopping ist nicht wirklich der günstigste Weg eine Stadt zu erkunden, aber man kann durchaus auch durch die  dresdner Hinterhöfe stolpern ohne etwas zu kaufen. Es lohnt sich in jedem Fall! Den Eintritt in die alternativ angehauchte ¨ Einkaufspassage¨ die aus vielen kleinen Kunsthandwerkstäften bzw. Geschäften  besteht gewährt einen die Alaunenstraße 70, ebenfalls zu Fuß vom Bahnhof Neustadt oder der Bibliothek zu erreichen. Die Kunstcoll gestalteten Fassaden der Häuser laden zum stehenbleiben ein, wer sich länger aufhalten möchte kann sich auch in eines der Cafés oder asiatisch zu Mittag essen.
Von jedem befragten Dresdner empfohlen zählen die Kunsthofpassagen für mich zu den Dresden-Must-Sees!